«Auf der Spur» in Rupperswil

«Jemand wollte, dass diese Leute sterben» – Doku zu Vierfachmord

Cyrill Felder, 4. September 2022, 21:08 Uhr
True Crime ist beliebter denn je. Bei «Auf der Spur – die dunkelsten Verbrechen der Schweiz» geht auch der CH-Media-Streamingdienst Oneplus Schweizer Kriminalfällen auf den Grund. Am Sonntag wird der Vierfachmord von Rupperswil behandelt.

Quelle: ArgoviaToday / Severin Mayer

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In der ersten Staffel von «Auf der Spur – die dunkelsten Verbrechen der Schweiz» werden in fünf Folgen je ein Verbrechen der vergangenen Jahrzehnte aufgerollt. In einer Folge, welche diesen Sonntagabend auch auf 3+ ausgestrahlt wird, ist der Vierfachmord von Rupperswil an der Reihe. In Gesprächen mit Ermittlern und Kriminaltechnikern wird der Kriminalfall mithilfe von Archivmaterial dargelegt.

True Crime aus der Umgebung

Der Fall sorgt noch heute für Entsetzen. 21. Dezember 2015: Nur 500 Meter von seinem Zuhause entfernt, klingelt Thomas N. in Rupperswil bei einer Familie. Er gibt sich als Schulpsychologe aus, nachdem die Mutter ihm die Tür öffnet. Mit dem jüngeren Sohn Davin unterhält er sich, während sich die Mutter im oberen Stock im Bad frisiert. Plötzlich hält er ihm ein Messer an die Kehle. So zwingt er die Mutter, ihren älteren Sohn Dion und dessen Freundin Simona zu fesseln. Dann befiehlt er der Mutter, bei der Bank Geld zu holen. Als sie mit 11'000 Franken zurückkommt, fesselt er sie ebenfalls. Zudem zwingt er Davin zu sexuellen Handlungen. Kaltblütig schneidet er danach allen die Kehle durch, zündet das Haus an und spaziert nach Hause.

Intensive Ermittlungen

Für Hinweise zur Aufklärung des Verbrechens war im Februar 2016 eine Belohnung von 100'000 Schweizer Franken ausgesetzt worden, der höchste Betrag in der Schweizer Kriminalgeschichte. Schliesslich sei der Täter mit einem Antennensuchlauf ermittelt worden. Deshalb gilt der Fall als die erste grosse digitale Ermittlung der Schweiz. Doch wie konnten die Beamten den Fall tatsächlich klären?

In der kommenden Folge schildert Georg Metger ausführlich, wie er alles miterlebt hat. Er war der Lebensgefährte der ermordeten Frau, der die Polizeiarbeit hautnah miterlebte und bis heute trauert. Dennoch galt er anfänglich als Verdächtiger, da zuerst ein Familiendrama vermutet wurde. Er erzählt vom ganzen Verfahren – von seiner Gegenüberstellung mit dem Mörder bis zum emotionalen Gerichtsprozess.

Die ganze Geschichte zum Fall Rupperswil am Sonntag um 20.15 Uhr auf 3+ bei «Auf der Spur – die dunkelsten Verbrechen der Schweiz» oder auf Oneplus.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 4. September 2022 12:04
aktualisiert: 4. September 2022 21:08