Nationalratsentscheid

Junglenker dürfen weiterhin mit PS-Boliden rumkurven

2. Juni 2022, 12:39 Uhr
Der Nationalrat hat eine Motion von Gabriela Suter abgelehnt. Die Aargauer SP-Politikerin forderte, dass es für junge Verkehrsteilnehmer eine PS-Beschränkung gibt.
Die Forderung von Gabriela Suter nach PS-Beschränkungen für Junglenkende blitzt vor dem Nationalrat ab. (Archivbild)
© KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE

Für Junglenkerinnen und Junglenker soll es keine PS-Beschränkung geben. Der Nationalrat hat am Donnerstag eine Motion von Gabriela Suter (SP/AG) deutlich abgelehnt.

Die SP-Politikerin begründete ihren Vorstoss damit, dass junge, zumeist männliche Autofahrer häufig zu schnell auf der Strasse unterwegs seien. Dabei würde durch PS-starke Fahrzeuge die Gefahr zusätzlich ansteigen. Suter verwies auf Länder wie Italien und Kroatien, die bereits eine solche Bestimmung kennen.

Nach einem Unfall im Freiamt im Frühling des vergangenen Jahres mit einem 500 PS starken Auto sagte Suter gegenüber der «Aargauer Zeitung»: «Schaut man in die Unfallstatistiken, sieht man, dass insbesondere männliche Junglenker ein erhöhtes Unfallrisiko darstellen.» Besonders schlimm sei dabei die Kombination der Unerfahrenheit am Steuer von PS-starken Autos.

Autos mit hoher PS-Zahl gelten laut Suter nach wie vor bei vielen jungen Menschen als Statussymbol. Darum wollte sie Schranken setzen, um diese jungen Leute – und ihre Umwelt – zu schützen.

Wie bereits erwähnt: Andere europäische Länder, etwa Italien und Kroatien, kennen bereits solche Leistungsbegrenzungen. So gilt in Kroatien unter 25 Jahren eine Beschränkung auf 75 kW oder 102 PS. Das Mindestalter für den Erwerb hochmotorisierter Autos wollte Suter auch in der Schweiz bei 25 Jahren festlegen.

(Aargauer Zeitung/rwa/cri)

Quelle: Aargauer Zeitung
veröffentlicht: 2. Juni 2022 12:39
aktualisiert: 2. Juni 2022 12:39
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