Das Coronavirus und die saisonale Grippe im Vergleich

27.02.2020, 12:16 Uhr
· Online seit 27.02.2020, 12:10 Uhr
Sterblichkeit, Ansteckung, Verbreitung
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Das Coronavirus ähnelt der saisonalen Grippe. Trotzdem unterscheiden sich die beiden Krankheiten – vor allem in ihrer Verbreitung und der Sterblichkeitsrate. Wir haben den Vergleich gemacht.

Das Coronavirus wird oft mit der saisonalen Grippe, Influenza genannt, verglichen. Doch sind sich die beiden Krankheiten wirklich so ähnlich? Hier die wichtigsten Fakten:

Krankheitsbild

  • Grippe: Plötzlich auftretendes hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten, Hals- und Schluckweh, Kopfschmerzen, Muskel- und Gelenkschmerzen, Schwindel und Appetitverlust.
  • Coronavirus: Ähnlich wie bei einer Grippe treten ein unspezifisches Unwohlsein, Müdigkeit und Fieber auf. Es folgen meist Atemwegssymptome, typisch ist ein trockener Husten. Weniger häufige Symptome sind: Kopfschmerzen, selten Muskelschmerzen, Übelkeit und Durchfall. 

Risikogruppen

  • Grippe: Vorwiegend Menschen mit einem erhöhten Risiko für Grippekomplikationen: Schwangere, Frühgeborene, ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen.
  • Coronavirus: Gleiche Risikogruppe wie bei der Grippe. Vor allem Menschen ab 60 Jahren sind gefährdet, einen schlimmeren Verlauf des Virus zu erleiden.

Ansteckungsgefahr

  • Grippe: Tröpfcheninfektion. Die Inkubationszeit beträgt nur wenige Stunden bis drei Tage.
  • Coronavirus: Tröpfcheninfektion. Die Inkubationszeit kann vier bis 14 Tage betragen.

Verbreitung

  • Grippe: 0,9 bis 2,1 Personen steckt ein Kranker im Schnitt an.
  • Coronavirus: 1,5 bis 4,5 Personen steckt ein Kranker im Schnitt an.

Sterblichkeitsrate

  • Grippe: Sterblichkeitsrate von etwa 0,1 Prozent.
  • Coronavirus*: Sterblichkeitsrate von etwa 3,4 Prozent in China und 1,1 Prozent ausserhalb (Stand, 25. Februar 2020)

*zur Sterblichkeitsrate beim Coronavirus muss angemerkt werden, dass sie noch nicht abschliessend beurteilt werden kann. Es ist möglich, dass es mehr milde Verläufe gibt als bisher angenommen. Personen, die keine starken Symptome haben, also keinen Arzt aufsuchen und so in keiner Statistik auftauchen. Entsprechend könnte die Sterblichkeitsrate tiefer sein. «Aus den Daten, die wir bis jetzt haben, ist es schwierig, abzuschätzen, ob wir einfach nur die Spitze des Eisbergs sehen», sagt Philipp Kohler, Oberarzt in der Klinik für Infektiologie und Spitalhygiene am Kantonsspital St.Gallen. 

Behandlung

  • Grippe: Eine Grippeimpfung ist im vorhinein möglich. Bei Ausbruch der Krankheit gibt es aber noch kein Medikament. Die Grippe kann nur symptomatisch behandelt werden.
  • Coronavirus: Gegen das Virus gibt es noch kein Medikament. Es können nur die Symptome behandelt werden.

(Quelle: FM1Today)

veröffentlicht: 27. Februar 2020 12:10
aktualisiert: 27. Februar 2020 12:16

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