Point de Presse

Die Armee wird bei den Impfungen eine wichtige Rolle spielen

17. November 2020, 15:52 Uhr
Die Massnahmen des Bundes zeigen Wirkung. Die Fallzahlen nehmen langsamer zu, doch wird es auf den Intensivstationen immer enger. Dies führt dazu, dass vermehrt Patienten in andere Regionen verlegt werden.
Die Armee wird bei den Impfungen vor allem logistische Unterstützung bieten. (Archivbild)
© Alexander Kühni (27. März 2020

«Die Lage ist nach wie vor besorgniserregend», sagte Virginie Masserey, Leiterin der Sektion Infektionskontrolle beim Bundesamt für Gesundheit. «Allerdings sehen wir eine Stabilisierung, wenn nicht sogar einen Rückgang.» Die Zahl der Menschen in Intensivpflege nimmt weiterhin zu, jedoch weniger schnell als bisher. Die Todesfälle nehmen weiterhin zu. «Es gibt so viele Tote, da es eine sehr ernsthafte Krankheit für vulnerable Personen ist.»

Quelle: CH Media Video Unit

Derzeit sind 902 Intensivbetten von 1'142 belegt. 60,2 Prozent der Patienten auf den Intensivstationen sind dort wegen des Coronavirus. Im Schnitt sind die Patienten 14 Tage auf der Intensivstation. Patienten aus stark ausgelasteten Regionen werden zunehmend in andere Regionen verlegt. Damit werde sichergestellt, dass die Aufnahmekapazität an jedem Ort sichergestellt bleibe. «Wir rufen die Spitäler auf, ab 80 Prozent Auslastung, Intensivpatienten zu verlegen», sagte Andreas Stettbacher vom Koordinierten Sanitätsdienst. Bisher habe sich noch kein Kanton geweigert, Patienten aufzunehmen.

Quelle: CH Media Video Unit

Massnahmen zeigen Wirkung

Es gebe Anhaltspunkte, dass die bisher getroffenen Massnahmen bereits Wirkung zeigen. «Wir gehen davon aus, dass die Verlangsamung auf die Massnahmen zurückzuführen ist. Doch entscheidend ist das Verhalten der Bevölkerung.» Ob weitere Massnahmen oder gar ein Lockdown zu erlassen sind, sei eine politische Entscheidung.

Vorbereitungen für Impfungen laufen

Die Armee wird eine wichtige Rolle bei den Corona-Impfungen. «Die Armee wird für die Lagerung und Verteilung des Impfstoffes in die Kantone zuständig sein», erklärt Stettbacher. Je nach Berechnung müssen zwischen 60 bis 90 Prozent der Bevölkerung geimpft werden, um eine Ausbreitung zu verhindern. «Das kommt auch auf die Wirksamkeit des Impfstoffes und die Dauer des Impfschutzes darauf an», so Masserey

Quelle: CH Media Video Unit

Hier die ganze Medienkonferenz zum Nachlesen:

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 17. November 2020 13:53
aktualisiert: 17. November 2020 15:52
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