Optimismus trotz Corona

Diese 5 positiven Aspekte der Corona-Krise machen Hoffnung

Sven Brun, 30. November 2020, 09:06 Uhr
Dass die Coronapandemie viele negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft hat, ist mittlerweile wohl allen bewusst. In diesem Artikel konzentrieren wir uns jedoch auf positive Geschichten, denn alles an der Pandemie ist nicht schlecht.

Punkt 1: Umwelt

Die Massnahmen zur Bekämpfung der Coronapandemie haben positive Einwirkungen auf die Umwelt. Dies berichtet das Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung. Global seien im ersten Halbjahr 2020 über 8,8 Prozent weniger CO2-Emissionen in die Atmosphäre gestiegen als im Vorjahr. Dies sind rund 1.5 Milliarden Tonnen.

Diese positiven Folgen seien auch in der Zentralschweiz wahrnehmbar, sagt Paul Hürlimann, Abteilungsleiter Energie & Immissionen von Umwelt und Energie Kanton Luzern (UWE). Die Luftqualität sei spürbar besser und die Emissionen hätten abgenommen. Weniger Strassen- und Luftverkehr seien folglich auch gut für das weltweite Klimaproblem. «Die Auswirkungen der Coronapandemie haben zumindest für die Umwelt vorübergehend gewisse positive Aspekte», sagt Hürlimann.

Dieses Foto der NASA zeigt, wie stark die CO2 Emissionen in China abgenommen haben.
© NASA

Punkt 2: Digitalisierung und Home-Office

Wie schnell die Umstellung vom Arbeiten im Büro zum Home-Office funktioniert hat, war sicherlich für viele überraschend. Aufgrund der Coronapandemie wurden Digitalisierung und Home-Office definitiv schneller gefördert. Dies ist ein Vorteil sowohl für Unternehmen als auch für Arbeitnehmer.

Home-Office ist zwar nicht jedermanns Sache, jedoch liebäugeln viele bereits länger mit mehr Arbeitszeit zu Hause. Steigende Arbeitsproduktivität und mehr Freiheiten sind nur zwei von mehreren positiven Aspekten von Home-Office. Fakt ist: Es funktioniert. Und dadurch werden Unternehmen auch in Zukunft vermehrt das Arbeiten von zu Hause aus bewilligen.

Punkt 3: Mehr Zeit und neue Hobbys

Die freie Zeit während der Pandemie bringt uns zum Nachdenken. Psychotherapeutin FSP Margarethe Letzel sieht das auch als Gelegenheit, den eigenen Alltag zu reflektieren und sich zu fragen, wie sich das Leben weniger aufwändig und weniger anstrengend gestalten liesse. So könne man herausfinden, was einem guttut, stärkt und durchhalten lässt.

Die Corona-Massnahmen bedeuteten auch, dass man öfters zu Hause ist. Die Trainings und Events mit Freunden fallen weg – der Terminkalender ist leer. Einkaufen geht jetzt ohne Stress, die Bücher werden wieder aus dem Regal geholt und es bleibt Zeit für einen Mittagsschlaf.

Viele werden sicherlich auch bereits eine neue Lieblingsbeschäftigung gefunden haben. Für alle anderen gilt es offen und kreativ zu sein. Vielleicht versteckt sich in dir ein hervorragender Video-Produzent, ein packender Gedichteschreiber oder ein Fünf-Sterne Koch. Nun gibt es die Möglichkeit, etwas auszuprobieren und neue Wege einzuschlagen.

Punkt 4: Solidarität und Wertschätzung

«Aufgrund der Massnahmen beschäftigen wir uns mehr mit uns selbst, was zwar oft nicht so einfach ist», meint Margarethe Letzel, Psychotherapeutin FSP und sagt gegenüber PilatusToday: «Das kann man auch als Chance nehmen.» Es bleibe uns zunächst nichts Anderes übrig, als mit der Situation umzugehen. «Das ist happig für uns alle. Die Situation zu akzeptieren, sich selbst dafür Mitgefühl zu zollen, ermöglicht dann aber auch, für andere in Zukunft mehr Verständnis aufzubringen.»

Psychotherapeutin Letzel meint, die aktuelle Situation sensibilisiere uns für das, was wir sonst gern geniessen und was uns freut, weil wir es gerade sehr vermissen. Es zeigt uns auch, dass weniger mehr sein kann und die Gesundheit ein hohes Gut ist. Im normalen Alltag sei man in Gefahr, vieles als selbstverständlich zu nehmen. Die Pandemie verdeutliche, wie viel des normalen Alltags eigentlich so wertvoll für uns sei.

Punkt 5: Ferien in der Schweiz

Reisen ins Ausland ist zwar nicht unmöglich, jedoch sehr mühsam. Der Urlaub wurde deshalb im vergangenen Sommer oftmals in die Schweiz verlegt.

Denn auch hier ist es schön. Die Berge, die Seen, der Schnee – Plüsch kann ein Lied davon singen. Vor allem viele Jugendliche waren überrascht über die Vielseitigkeit und Schönheit der Heimat. Für die Zukunft könnte dies bedeuten, dass die Schweiz eine interessante Feriendestination für Einheimische bleibt. Dies hätte wiederum positive Folgen fürs Klima und den eidgenössischen Tourismus.

Sven Brun
Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. November 2020 09:07
aktualisiert: 30. November 2020 09:06