Panne bei der Armee

E-Learning-Tool der Home-RS funktioniert nicht

18. Januar 2021, 18:54 Uhr
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Quelle: Tele 1

Am Montagmorgen starteten rund 40 Prozent der frischgebackenen Rekruten ihre RS im Homeoffice. Dies funktioniert jedoch nicht wie gewünscht. Das E-Learning-Tool scheint überlastet zu sein.

Heute Morgen starteten rund 5'000 Rekruten mit der Homeoffice-RS (PilatusToday berichtete). Dabei haben sie den Auftrag, sich mittels E-Learning-Tool der Armee Grundkenntnisse des Schweizer Militärs anzueignen. Dies funktioniert jedoch nicht wie gewollt. Wie mehrere Rekruten gegenüber PilatusToday und Tele 1 bestätigen, können sie sich seit Stunden nicht einloggen. Offenbar sei das Online-Tool überlastet.

Armeesprecher Stefan Hofer bestätigt dies auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1: «Wir haben ein technisches Problem und unsere Experten arbeiten mit Hochdruck an einer Lösung». Der Start sei nicht so gelungen, wie man sich dies vorgestellt hat. Jedoch können sich die Rekruten in der Zwischenzeit mit dem App «ready – fit for #teamarmee» auf den Eintrittstest in drei Wochen vorbereiten.

Rekruten müssen versäumte Zeit nachholen

Am früheren Nachmittag waren 1'500 Rekrutinnen und Rekruten online, wie Armeesprecher Stefan Hofer der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Das System laufe, sei aber noch nicht 100-prozentig stabil. Weshalb sich die Wehrpflichtigen im Homeoffice nicht ins Lernprogramm einloggen konnten, war unklar.

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Quelle: Keystone-SDA

Hofer erklärte, die Armee habe den Online-Lehrgang gut vorbereitet und im Vorfeld die Bandbreite erhöht. Den entgangenen Online-Unterricht müssen die Rekruten nachholen. Die Armee geht von einer Lerndauer von täglich sechs Stunden aus. Angesichts der Dauer eines «normalen» RS-Tages von zwölf Stunden oder mehr sei das Nachholen gerechtfertigt, sagte Hofer. Zudem könnten sich die Online-Rekruten ihren Tagesablauf selbst einteilen.

Quelle: PilatusToday / sda
veröffentlicht: 18. Januar 2021 10:57
aktualisiert: 18. Januar 2021 18:54