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Kostenpflichtige Coronatests

Minus 50 Prozent: Testzentren spüren bereits starke Rückgänge

12. Oktober 2021, 14:54 Uhr
Seit diesem Montag sind Coronatests für Zertifikate grundsätzlich nicht mehr gratis. Und bereits nach einem Tag zeichnet sich eine starke Tendenz ab: Nur noch jeder zweite ist bereit, für den Test zu zahlen.
Starker Rückgang: Bereits am ersten kostenpflichten Tag testen sich nur noch halb so viele Menschen (Symbolbild).
© KEYSTONE/GAETAN BALLY

Während Monaten konnte man sich gratis auf Corona testen lassen. Seit Montag ist Schluss: Wer sich testen lassen will, um ein Corona-Zertifikat zu erhalten, der muss dafür bezahlen. Von den Kosten ausgenommen sind nur Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren und Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können sowie alle, die bereits eine Impfdosis erhalten haben.

Ebenfalls nichts bezahlen muss, wer sich wegen Symptomen testen lässt. Das Testresultat kann aber nicht für ein Corona-Zertifikat verwendet werden.

Rund 50 Prozent weniger Testende

Christian Arnold, der mit Coronatest24 die zwei grössten privaten Testcenter in der Zentralschweiz betreibt, spürt den Rückgang klar. Er spricht von einem Minus von gut 50 Prozent: «In Nottwil waren es die letzten Wochen täglich rund 600 Personen, die sich testen liessen. Gestern waren es nur noch etwa deren 250.» Auch am Standort in Luzern waren es gestern nur noch halb so viele, die sich testen liessen, als vor der Bezahlpflicht.

Jetzt heisst es durchatmen

Für die Mitarbeitenden gibt es nun mehr Verschnaufpausen. Arnold betont jedoch, dass nun der administrative Aufwand grösser sei. «Wir müssen nun beispielsweise öfters die Zertifikate von einmal Geimpften kontrollieren, da diese ja immer noch gratis testen können.»

Langfristig Personal reduzieren

Auf längere Sicht hinaus werde das Personal sicher wieder reduziert, sagt Arnold weiter. Da sie sich momentan ausschliesslich auf die Corona-Tests konzentrieren. Das eigentliche Konzept von Coronatest24 sei aber ein anderes. «Wir wollten eher in Richtung Hygieneberatung und Schulung von Mitarbeitern im Umgang mit der Pandemie gehen.» Diesen Bereichen wollen sie sich dann auch wieder widmen, wenn es nur noch wenig bis keine Corona-Tests mehr benötigt.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. Oktober 2021 14:54
aktualisiert: 12. Oktober 2021 14:54