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Seit Montag heisst es: Hier kommst du nur mit Covid-Zertifikat rein

14. September 2021, 07:05 Uhr
Die Fallzahlen bleiben hoch, die Spitäler werden immer voller. Der Bundesrat zog deshalb am letzten Mittwoch die Reissleine und beschloss für viele Orte eine Ausweitung der Zertifikatspflicht. Wir sagen dir, was sich ab Montag ändert.
Am Montag tritt die Ausweitung des Covid-Zertifikats in Kraft.
© KEYSTONE/Laurent Gillieron

Überall dort, wo sich mehr als 30 unbekannte Personen in Innenräumen treffen können, gilt seit Montag eine Zertifikatspflicht – und zwar für alle Personen ab 16 Jahren. Dazu gehören die Innenbereiche von Bars, Restaurants sowie Sport- und Freizeiteinrichtungen wie Fitnesscenter, Kinos, Theater, Schwimmbäder, Museen, Zoos, Konzerte oder Vereinsanlässe und Hochzeitsfeste. Ausgenommen sind unter anderem Einkaufsläden, der öffentliche Verkehr sowie Coiffeure.

Ein Zertifikat erhält, wer gegen Corona geimpft ist, die Krankheit bereits durchgemacht hat oder einen negativen Corona-Test vorweisen kann. Das Zertifikat nach einem negativen PCR-Test ist 72 Stunden gültig, beim Antigen-Schnelltest sind es 48 Stunden. Ab 1. Oktober werden die Kosten für diese Tests allerdings nur noch für Personen mit Symptomen übernommen. Diese erhalten dann aber kein Covid-Zertifikat mehr. Ein Zertifikat gibt es jedoch weiterhin für Personen, die keine Symptome haben und die Testkosten selbst berappen.

Die neusten Änderungen in der Übersicht.
© Bundesamt für Gesundheit BAG

Nur Terrassen sind Zertifikatsfrei

Wer noch kein Covid-Zertifikat hat, aber gerne auswärts essen geht, sollte baldmöglichst einen Impftermin vereinbaren oder auf Vorrat Termine für Corona-Tests buchen. Denn wenn der Herbst kommt, lässt es sich nicht mehr so gut auf den Terrassen sitzen – und nur diese sind von der Zertifikatspflicht befreit.

Ebenfalls gilt die Zertifikatspflicht neu beim Sport, beispielsweise im Fitnesscenter. Davon ausgenommen sind «beständige Gruppen» von bis zu 30 Personen, die getrennt voneinander trainieren, sich also nicht mischen können. Dasselbe gilt für Musik- und Tanzproben.

Auch die Hochschulen, Universitäten und Berufsschulen können ein Covid-Zertifikat für die Teilnahme am Präsenzunterricht verlangen. Dies ist jedoch den Instituten überlassen. Eine Zertifikatspflicht eingeführt hat unter anderem bereits die Hochschule Luzern.

Bussen werden teuer, vor allem für Betreiber

Die Betreiber haben dafür zu sorgen, dass die Zertifikate bei den Eingängen kontrolliert werden. Wer versucht, mit dem Covid-Zertifikat eines Fremden ins Restaurant zu gehen, kann mit 100 Franken gebüsst werden. Betreiber, die Gäste ohne Zertifikat reinlassen, können sogar mit bis zu 10'000 Franken gebüsst werden.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 13. September 2021 06:03
aktualisiert: 14. September 2021 07:05