Ab 7. April

Selbsttests sind bald in Apotheken verfügbar

30. März 2021, 15:58 Uhr
Patrick Mathys und die anderen BAG-Experten nahmen am Dienstag an einer Medienkonferenz Stellung.
Wo gibt es die Selbsttests? Wie sicher sind sie? Und wie weit ist die Schweiz mit den Impfungen. Hier findest du alles, was du zur heutigen Medienkonferenz der BAG-Experten wissen musst.

So ist die momentane Pandemielage

Momentan sind die Zahlen bei den Todesfällen und Hospitalisierungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stabil. Corona-Patienten belegen derzeit 18 Prozent der Intensivbetten. 90 Prozent der Neuinfektionen seien auf die britische Variante zurückzuführen. Der R-Wert ist schweizweit bei 1,19. Vor diesem Hintergrund müsse man annehmen, dass sich die Zahlen in weniger als drei Wochen verdoppelten.

«Es ist nicht zu bestreiten, dass sich die Zahlen in die falsche Richtung entwickeln. Die Situation ist fragil, es ist schwierig abzuschätzen, wie sich das Ganze entwickelt», sagt Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG. Ob es schärfere Massnahmen brauche, könne er aber nicht sagen.

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Wann erhalte ich einen Selbsttest?

Ab dem 7. April sind Selbsttests in Apotheken erhältlich. Ursprünglich geplant war, die Tests bereits am 1. April anzubieten. Dies sei aus logistischen Gründen nicht möglich gewesen. Derzeit werden Säcklein mit einem oder fünf Tests abgepackt. Pro Person stehen monatlich fünf Gratis-Selbsttests zur Verfügung. Beim Bezug der Tests muss die Krankenkassenkarte vorgezeigt werden.

Wie zuverlässig sind die Selbsttests?

Patrick Mathys warnt davor, sich durch ein negatives Testresultat – zum Beispiel bei einem Selbsttest – in falscher Sicherheit zu wiegen. Die Testresultate seien eine blosse Momentaufnahme. Die Selbsttests sind weniger sensitiv, es braucht eine höhere Viruslast, damit der Test ein positives Ergebnis anzeigt. Auch bei einem negativen Test sollen daher die Schutzmassnahmen eingehalten werden.

So weit ist die Schweiz mit impfen

«Auch in den als Trödelkantonen bezeichneten Kantonen stehen die Impfkapazitäten bereit", sagt Rudolf Hauri, Kantonsarzt Zug und Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte. Sobald die grossen Impfstofflieferungen eintreffen, könnten bis zu 100'000 Dosen täglich verabreicht werden. Über 500'000 Personen wurden in der Schweiz vollständig geimpft.

Wird es ein zentrales Impfregister geben?

Derzeit arbeitet das BAG an einem Impfzertifikat, welches den Impfnachweis ersetzen soll. Dabei soll es sich um ein fälschungssicheres und international anwendbares Dokument handeln. Dieses soll sowohl elektronisch als auch in Papierform ausgestellt werden. Der bisherige Nachweis dokumentiere zwar die Impfung, sei aber kein offizielles Dokument. Klar sei bereits, dass es kein zentrales Impfregister geben wird. Die geimpften Personen sind für ihre Daten selber verantwortlich. «Ich kann keinen genauen Zeitpunkt nennen. Das Covid-19-Zertifikat wird aber bis im Sommer stehen», so Mathys.

(hto)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 30. März 2021 15:58
aktualisiert: 30. März 2021 15:58