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Coronavirus

Solothurn verschärft die Schutzmassnahmen

21. Oktober 2020, 14:45 Uhr
Solothurn hält zwar weiter an Grossveranstaltungen fest. Frau Landammann Brigit Wyss erachtet neue aber kaum noch als bewilligungsfähig. (Archivbild)
© Michel Lüthi
Solothurn verschärft ab Donnerstag die Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus. Doch Grossveranstaltungen bleiben vorerst erlaubt. Auch wenn sie – anders als in Bern und Basel – «kaum mehr bewilligt» würden.

Das sagte Frau Landammann Brigit Wyss am Mittwoch vor den Medien in Solothurn. Derzeit sei im Oktober noch eine Grossveranstaltung im Kanton bewilligt, nämlich ein Match des EHC Olten kommenden Dienstag gegen den HC Thurgau. Zudem sagte Wyss, man habe versucht, die Verschärfungen mit den Nachbarkantonen Baselland, Basel und Bern abzusprechen und ähnliche Massnahmen zu ergreifen.

Konkret gilt ab Donnerstag und vorerst bis Ende Januar nun auch im Solothurnischen eine Beschränkung auf 300 gleichzeitig anwesende Personen in Clubs sowie eine Sperrstunde für Bars und Clubs zwischen 1 und 6 Uhr. Zudem führt nun auch der Kanton Solothurn eine Beschränkung auf 50 Personen bei öffentlichen und privaten Veranstaltungen ein, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann und keine Schutzmassnahmen ergriffen werden. Und auch im Bildungsbereicht gibt es eine Verschärfung: Für alle, die an den Schulen tätig sind, gilt in Innenräumen bei Nichteinhaltung der Distanzregel neu ebenfalls eine Maskenpflicht.

Nachbarkantone sind bereits vorgeprescht

In Bern gilt derweil bereits seit Montag ein Verbot für Grossveranstaltungen und Basel-Stadt hat ein solches am Mittwoch eben beschlossen. In Baselland und im Aargau läuft derweil die politische Debatte noch, ob etwa der Match des FC Aarau vom Samstag und damit ein Grossanlass noch bewilligt werden soll.

Wie die Solothurner Behörden am Mittwoch weiter informierten, sind im Kanton bislang 1395 bestätigte Coronafälle aufgetreten. Allein seit Dienstag seien 65 dazugekommen. 12 Personen befinden sich demnach im Spital, davon drei auf einer Intensivstation und zwei müssen beatmet werden. All diese Zahlen seien damit deutlich höher als bisher. Und es wird auch im Solothurnischen ein weiterer Anstieg befürchtet.

(ldu/sat)

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 21. Oktober 2020 14:45
aktualisiert: 21. Oktober 2020 14:45