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Problem: Reiserückkehrer

Viele Covid-19-Patienten haben einen Migrationshintergrund

22. August 2021, 18:42 Uhr
In den Spitälern liegen zum grossen Teil Covid-19-Patienten mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen sind eben erst aus den Ferien im Heimatland zurückgekehrt, schlecht qualifiziert und schlecht informiert.
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Quelle: Tele 1

Dies berichtet die «NZZ am Sonntag» mit Verweis auf Angaben von Medizinerinnen und Medizinern und Politiker und Politikerinnen.

«Aufgrund dessen, was ich aus den Spitälern höre, ist das ein Problem», zitierte die Wochenzeitung den Präsidenten der kantonalen Gesundheitsdirektoren, Lukas Engelberger. Offensichtlich hat die Impfkampagne diese Bevölkerungsgruppen bis jetzt kaum erreicht. Die Kantone verstärkten dem Artikel zufolge ihre Bemühungen und wollen per Whatsapp, mit Flyern, über Vereine, Integrationsstellen und Botschaften an die Migrantinnen und Migranten gelangen.

Dennoch befürchtet Engelberger, dass das Problem mit der nächsten Reisewelle noch grösser wird. Darum wird er beim Bund eine unpopuläre Massnahme vorschlagen. «Wir müssen uns ernsthaft überlegen, die Einreisequarantäne wieder einzuführen», sagte Engelberger weiter. 

Auch die Betriebe sollten vermehrt in die Kampagne eingebunden werden, sagt Marius Brülhart, Wirtschafts-Experte in der wissenschaftlichen Corona-Task-Force, «gerade da ein beträchtlicher Teil der Ungeimpften eher bildungsfernen Arbeitermilieus zu entstammen scheint». Das würde sich für die Firmen auch rechnen. Die Botschaft ist dort angekommen. «Die Wirtschaftsdachverbände, Arbeitgeberverband, Gewerbeverband und Economiesuisse überlegen sich zurzeit, wie wir mithelfen können, die Impfquote zu erhöhen», sagt Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt der Sonntagszeitung.

Gewerbeverband fordert Hilfe für Firmen bei vierter Welle

Die Unternehmen benötigen im Falle einer grösseren vierten Welle des Coronavirus nach Ansicht des Schweizerischen Gewerbeverbands (SGV) finanzielle Unterstützung. Wenn sich die Situation nicht verbessere, seien gezielte Massnahmen notwendig, sagte Verbandspräsident und Mitte-Nationalrat Fabio Regazzi der Westschweizer Sonntagszeitung «Le Matin Dimanche».

Der Tessiner erklärte, dass es notwendig sein könnte, die Kurzarbeitsentschädigung für bestimmte Sektoren zu verlängern, wenn es im nächsten Jahr keinen Aufschwung gebe. 

Die Erhöhung der Höchstbezugsdauer gilt gemäss Entscheid des Bundesrats bis Ende Februar 2022.

Quelle: sda / PilatusToday
veröffentlicht: 22. August 2021 09:28
aktualisiert: 22. August 2021 18:42