1. August-Feier in der Ferne

12. Juni 2015, 05:30 Uhr

Bratwurst und Eichhofbier, Racletteduft und chinesische Klänge. Das war der 1. August im eben eröffneten Schweizer Haus. Das Haus gefällt. Es hat 12 Stände von Unternehmen, die sich in einer Expo präsentieren. Es ist ein wenig wie Luga. Die Chinesinnen und Chinesen stürmen die Stände und nehmen alles mit, was gratis ist. Fotos von Luzern, Lindt-Schoggi und die Sackmesser kommen besonders gut an. Vor dem Haus sind die Strassen mit der Kappellbrücke beflaggt. Das Quartier ist höchst spannend. Das Schweizerhaus liegt mitten im Künstler- und Kulturviertel Dashanzi mit Hunderten Gallerien und Beizli.

Zur 1. August Feier im House of Switzerland kamen viele Mitglieder der Schweizer Olympiadelegation und viele Auslandschweizer. Diese prahlten damit, was für Tickets sie haben. 110 Meter Hürden Final Männer, 100 Meter Final Männer, Final Fussball… werde blass, vor Neid.

Regierungsrat Max Pfister darf übrigens zur Eröffnungsfeier ins Stadion. Der Rest einer Schweizer Reisegruppe mit dem ehemaligen Schwyzer Regierungsrat Alois Christen, Emmens Gemeindrat Urs Dickerhof, Alt-Weyzunftmeister Beat Fischer etc. schaut die Eröffnungsfeier dann mit mir zusammen im Schweizerhaus.

Überraschend ist derzeit das Wetter. Die zäche, graue, staubige Wolkendecke über der Stadt ist verschwunden. Die Sonne scheint. Es gibt Sonne in Peking! In der Nacht sieht man einige Sterne und den Mond. Es ist wie am Strand in Italien, einfach ohne Sand und Meer! Wär schon komisch, wenn ich mir in Smog-Peking einen Sonnenbrand holen würde. Die Sonnencreme ist zu Hause geblieben…

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 05:30
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