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Angeklagter machte kaum Angaben zu Kanderunglück

Angeklagter machte kaum Angaben zu Kanderunglück

12.06.2015, 08:05 Uhr
· Online seit 01.01.2000, 00:00 Uhr
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Am Prozess zum tödlichen Schlauchbootunfall von Armeeangehörigen auf der Kander im Sommer 2008 machte der Angeklagte am Dienstag in Thun keine klaren Aussagen zur Unfallursache. Er sagte lediglich, er sei von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Der Kompaniekommandant drückte vor dem Militärgericht immer

wieder sein Bedauern über das Vorgefallene aus, liess aber letztlich offen, wieso es aus seiner Sicht zum schweren Unfall kam. Fünf Armeeangehörige ertranken nach dem Kentern ihrer Boote.

Alle Zeugen sprachen von einem grossem Vertrauen in den Kommandanten, der die fatal ausgegangene Schlauchbootfahrt organisiert hatte.

Vor Gericht wurde auch erörtert, ob die Teilnahme an der Schlauchbootfahrt - vom Kommandanten als Teambildungsanlass bezeichnet - freiwillig gewesen sei. Die Überlebenden sagten als Zeugen, theoretisch hätten sie sich abmelden können, doch sei das in der militärischen Praxis nicht so leicht. Am Mittwoch werden in Thun die Plädoyers gehalten. Das Urteil wird voraussichtlich ebenfalls am Mittwoch bekanntgegeben.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 08:05

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