Die Suchtgefahr wird unterschätzt

12. Juni 2015, 10:15 Uhr

Immer wieder sorgt die gefährdete Privatspäre von Smartphone-Nutzern für Schlagzeilen. Oder die Gefahr durch Hackerangriffen. Lisa Merlo von der Universität Florida sagt nun, wir würden uns besser um die Suchtgefahr von Smartphones kümmern.

Smartphone-Süchtige wissen oft nicht was mit sich anfangen, ohne ihr Telefon. Ausserdem würden diese zum Beispiel in Gesellschaft so tun, als ob sie irgendeine App bedienen im Smartphone - dabei gehe es in erster Linie darum, den Blickkontakt mit den anderen Menschen zu vermeiden. Wieder andere seien tatsächlich tief versunken in ihr Smartphone - und würden die Menschen um sich herum kaum mehr wahrnehmen.

Eine von Intel ausgezeichnete Studie von der Abiturientin Michelle Hackman hat gezeigt, dass sich Schüler ohni ihr Smartphone schnell unausgelastet fühlen - was sich zum Beispiel in einem tieferen Puls bemerkbar mache. Ausserdem wüssten die Jugendlichen nichts mit sich anzufangen ohne Smartphone.

Lisa Merlo sagt, je mehr Schnickschnack die Geräte bieten würde, desto grösser sei die Suchtgefahr.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 10:15
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