Krankenasse soll für Raucherentwöhnung zahlen

12. Juni 2015, 10:16 Uhr

Die Krankenkassen sollen in bestimmten Fällen Medikamente bezahlen, damit jemand mit dem Rauchen aufhören kann. Dieser Ansicht ist das Bundesgericht in einem heute veröffentlichten Urteil. In gewissen Fällen gelte Nikotinsucht als Krankheit, ähnlich wie Alkohol- und Heroinsucht. Dazu sagt Preisüberwacher Stefan Meierhans man müsse sich bewusst sein, dass letztlich die Steuerzahler in der obligatorischen Krankenversichungen diese Kosten letztlich zu tragen hätten. Vor Bundesgericht hatten sich der amerikanische Medikamentenhersteller Pfizer und das Bundesamt für Gesundheit BAG getroffen. Das BAG lehnte es ab, ein Raucher-Entwöhnungsmedikament von Pfizer von der Krankenkasse bezahlen zu lassen. Das Bundesgericht hat nun zu Gunsten von Pfizer entschieden.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 10:16
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