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Massnahmen gegen Kostenschub im Gesundheitswesen

Massnahmen gegen Kostenschub im Gesundheitswesen

12.06.2015, 08:05 Uhr
· Online seit 01.01.2000, 00:00 Uhr
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Die Gesundheitskommission des Ständerats (SGK) will die Vorschläge des abtretenden Gesundheitsministers Pascal Couchepin gegen den Kostenschub im Gesundheitswesen weiter zusammenstreichen. Gleichzeitig schlägt sie zahlreiche neue Massnahmen vor. Wie Ständerat Urs Schwaller (CVP/FR) am Dienstag erklärte, möchte die von ihm präsidierte Kommission unter anderem auf die

Medikamentenpreise einwirken. Der Zuschlag auf den Fabrikabgabepreisen soll von heute 12 auf noch 8 Prozent gesenkt werden. Die SGK verspricht sich davon Einsparungen in der Höhe von 120 bis 130 Millionen Franken. Weiter soll der Selbstbehalt nur noch bei den Versicherten 10 Prozent betragen, wenn sie sich einem Managed Care-Modell oder einem Hausarztmodell angeschlossen haben. Sonst soll generell ein Selbstbehalt von 20 Prozent gelten. Der Nationalrat hatte hier noch

einen Katalog von Ausnahmen vorgesehen. Dieser scheine der

Ständeratskommission nicht geeignet, sagte Schwaller.

Nichts wissen will die Kommission von einem Obligatorium für telefonische Arztkonsultationen, wie sie der Nationalrat in der Herbstsession beschloss. Hingegen folgte die SGK des Ständerats dem Nationalrat in der Ablehnung der umstrittenen Praxisgebühr von 30 Franken.

Laut Schwaller erhöhen die Vorschläge seiner Kommission das Sparpotenzial des Massnahmenpakets wieder auf etwa 500 Millionen Franken. Der Nationalrat hatte das Sparvolumen mit den vorgenommenen Änderungen auf geschätzte 180 bis 200 Millionen Franken reduziert.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 08:05

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