Nationalbank reagiert auf starken Franken!

12. Juni 2015, 10:15 Uhr

Die Schweizerische Nationalbank SNB ergreift Massnahmen gegen den starken Franken. Sie strebt ab sofort einen Dreimonats-Libor an, der so nahe bei Null ist wie möglich. Der Dreimonats-Libor setzt fest, zu welchem Zinssatz die internationalen Banken sich gegenseitig Geld ausleihen. Ausserdem bringt die SNB mehr Geld in Umlauf, indem sie die Giro-Guthaben der Banken von derzeit 30 Milliarden auf 80 Milliarden erhöht. Dieses zusätzliche Geld bleibt in den Finanzmärkten selber und wird zur Absicherung anderer Währungen gebraucht.

Die SNB reagiert damit auf den zunehmend stärker werdenden Franken. Man nehme die fortwährende Verschärfung der Situation nicht tatenlos hin, so die SNB in einer Mitteilung. Seit der letzten Lagebeurteilung hätten sich die Aussichten für die Schweizer Wirtschaft getrübt. Falls nötig, wurden weitere Massnahmen gegen den starken Franken ergriffen.

Die Börse hat bereits auf die Ankündigung der Nationalbank reagiert. Der Euro ist zwischenzeitlich von 1.08 auf 1.10 geklettert.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 10:15
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