Nationalbank soll Geldpresse anwerfen

12. Juni 2015, 10:15 Uhr

Der Schweizer Franken hat sich gegenüber den Leitwährungen Euro und US-Dollar erneut stark aufgewertet. Gestern Abend kostete der Euro zeitweise nur noch 1 Franken 08, der Dollar 76 Rappen. Dies entspricht einem neuen Rekordtief. Grund dafür ist die Angst der Märkte vor einer Ausweitung der Schuldenkrise in Europa. Nach Griechenland stehen auch Italien und Spanien vor dem finanziellen Abgrund. Nach monatelangem Abwarten schlagen immer mehr Experten nun Alarm. Sollte der Franken weiter an Stärke gewinnen, müsse die Nationalbank einschreiten und mehr Geld drucken. Damit könne die Aufwertung des Frankens gebremst werden. Der Kursgewinn des Frankens ging auch am Schweizer Aktienmarkt nicht spurlos vorüber. Der SMI musste gestern den grössten Verlust seit mehr als 2 Jahren hinnehmen.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 10:15
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