Regierung kämpft gegen Atomendlager Wellenberg

12. Juni 2015, 08:25 Uhr

Der Bund hat die provisorischen Gebiete definiert für den Bau eines Atom-Endlagers. Einer der genannten Standorte ist der Wellenberg im Kanton Nidwalden. Gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden setzt die Nidwaldner Regierung nun alles daran, dass der Wellenberg von der Liste der möglichen Standorte gestrichen wird. Die Bevölkerung im Kanton Nidwalden hatte bereits zwei Mal an der Urne gegen ein mögliches Atomendlager gestimmt. Inzwischen hat jedoch die Gesetzgebung geändert und die Volksentscheide sind nicht mehr zwingend. Das Nein des Volkes sei aber hoffentlich ein starkes Argument beim Bundesrat, hofft Regierungsrätin Lisbeth Gabriel.

Die Nidwaldner Regierung will mit den betroffenen Gemeinden alles daran setzen, dass der Wellenberg als Standort für ein Atommülllager gestrichen wird. Dazu will sie «alle politischen und rechtlichen Mittel» ausschöpfen. In einer Stellungnahme nimmt die Nidwaldner Regierung Kenntnis vom provisorischen Planungsperimeter Wellenberg des Bundes. Betroffen davon sind die Gemeinden Wolfenschiessen, Dallenwil und Oberdorf. Nachdem das Nidwaldner Volk sich zwei Mal klar gegen ein

Atommülllager ausgesprochen hat, steht für die Regierung fest, dass der Wellenberg definitiv nicht mehr als möglicher Standort für ein geologisches Tiefenlager in Betracht fallen darf. Die Regierung will aber die Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Evaluation der Standorte nutzen. Sie hat daher Vertretungen in die diversen Koordinationsgremien des Bundes delegiert. Dort will sie die Interessen von Kanton und Bevölkerung einbringen. Zugleich will sie eine Kontrollfunktion wahrnehmen und dafür sorgen, dass die Bevölkerung über das Verfahren informiert ist.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 08:25