UNO-Chefinspektoren wollen Fortsetzung von Irak-Kontrollen

11. Juni 2015, 18:05 Uhr

Die UNO-Chefwaffeninspektoren haben im Irak bisher keine Beweise für Massenvernichtungswaffen gefunden. Deren Existenz könne aber auch nicht völlig ausgeschlossen werden. Das erklärten Hans Blix und Mohammed el Baradei am Freitag in ihrem mit Spannung erwarteten zweiten Bericht vor dem UNO- Sicherheitsrat in New York. Sie sprachen sich für eine Fortsetzung der Inspektionen aus und zeigten sich optimistisch, dass das Land bei einer guten Zusammenarbeit in kurzer Zeit entwaffnet werden könnte. Zugleich ermahnten sie Irak, die von der UNO geforderte «sofortige, aktive und bedingungslose Kooperation» zu verwirklichen. Blix berichtete, dass bei mehr als 400 Inspektionen über 300 Orte untersucht worden seien. Von 200 chemischen und 100 biologischen Proben seien drei Viertel analysiert worden und hätten irakische Angaben bestätigt.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 11. Juni 2015 18:05
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