Aufwändige Notfallübung beim Militärflugplatz Emmen

12. Februar 2020, 19:27 Uhr
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«Die Leute arbeiten ganz anders, wenn sie etwas wirklich live sehen»

Es klingt wie im Film: Soldaten fahren mit dem Zug aus dem Urlaub zurück nach Emmen. Gleichzeitig stürzt ein militärisches Kleinflugzeug ab und ein Auto fährt in den Zug. Eine Katastrophe mit mehreren Toten und Verletzten. Dieses Szenario haben die Blaulichtorganisationen bei einer Notfallübung in Waldibrücke beim Militärflugplatz Emmen angetroffen. 

Das Ziel der Übung war es jedoch nicht, die Verletzten zu bergen, sondern die Einsatzkräfte vom Führungsraum aus zu koordinieren. Dennoch habe sich der monatelange Aufwand um den Unfall zu inszenierengelohnt. Paul Jäger, Stv. Flugplatzkommandant und Organisator der Übung:

"Die Leute arbeiten ganz anders, wenn sie etwas wirklich live sehen."

Koordination im Führungsraum

Vom Führungsraum beim Militärflugplatz Emmen unterstützten Führungspersonen des Flugplatzes, aber auch des Rettungsdienstes, der Polizei oder der Feuerwehr die Einsatzkräfte am Unfallort. Für eine erfolgreiche Notfallübung sei es sehr wichtig, dass die Einsatzkräfte nicht im Voraus darüber informiert werden, so Innozenz Mettler, Leiter Flugunfallpikett. 

Im Führungsraum und am Unfallort selbst könne man einige Dinge zwar noch anders machen. Alles in allem zieht Paul Jäger jedoch eine positive Bilanz:

"Die Zusammenarbeit hat geklappt (...) Die Luzerner Polizei, die Feuerwehr, das Unfallpikett und der Sanitätsdienst – für eine erste Triage – sind gekommen."

veröffentlicht: 12. Februar 2020 19:27
aktualisiert: 12. Februar 2020 19:27