Bundesanwaltschaft erwartet viel Arbeit wegen Steuerdelikten

12. Juni 2015, 12:05 Uhr
Pläne des Bundesrates könnten Folgen für Bundesanwaltschaft haben
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Pläne des Bundesrates könnten Folgen für Bundesanwaltschaft haben

Der Bundesrat will Steuerdelikte künftig härter bestrafen. Bundesanwalt Michael Lauber warnt nun vor möglichen Folgen. Er rechne damit, dass Banken künftig jeden Fall melden, in dem ein Verdacht auf Steuerhinterziehung vorliegt, sagte er gegenüber der NZZ am Sonntag. So könnten Tausende von Fällen bei der Meldestelle für Geldwäscherei und schliesslich bei der Bundesanwaltschaft landen. Es bestehe damit Gefahr, dass die Bundesanwaltschaft ungewollt zur Steuerbehörde werde. Lauber fordert deshalb, dass der Bundesrat genau definiert, was schwere Steuerdelikte sind und welche Daten über mögliche Steuersünder mit anderen Staaten ausgetauscht werden dürfen.

veröffentlicht: 30. Dezember 2012 11:34
aktualisiert: 12. Juni 2015 12:05