Co-Pilot beschleunigte Flugzeug vor Absturz

12. Juni 2015, 13:55 Uhr
Das zeigen Auswertungen des zweiten Flugschreibers

Eine erste Auswertung des zweiten Flugschreibers hat bestätigt, dass der Co-Pilot das Germanwings-Flugzeug bewusst in den Sinkflug gebracht hatte. Das teilt die französische Untersuchungsbehörde BEA mit. Zudem sei während des Sinkfluges mehrfach die Geschwindigkeit des Flugzeugs erhöht worden, bis das Flugzeug schliesslich in eine Felswand knallte.

150 Menschen sind beim Absturz am 24. März 2015 ums Leben gekommen. 

Suche nach kleinsten Teilen
In den französischen Alpen arbeiten die Menschen weiterhin mit Hand und Bagger, um die abgestürzte Germanwings-Maschine komplett zu bergen. Jeder Stein wird umgedreht. Nach der Bergung der Leichenteile und dem Fund des zweiten Flugschreibers konzentrieren sich die Teams an der Absturzstelle auf die Suche und den Abtransport der Einzelteile der Unglücksmaschine. Die Ermittler rechnen mit wochenlanger Arbeit.

Extreme Belastung
Der für die Ermittlungen zuständige Marseiller Staatsanwalt erwähnte bei einer vor kurzem durchgeführten Medienkonferenz erneut, wie belastend die Arbeiten vor Ort für Retter und Bergungsteams seien. Eine wichtige Erleichterung für die Arbeiten ist inzwischen geschafft: Zu der schwer erreichbaren Unglücksregion haben riesige Bagger und Baumaschinen innerhalb kürzester Zeit eine befahrbare "Strasse" für Geländewagen erstellt. Damit sind die Teams nicht mehr auf Helikopterflüge angewiesen. 

Menschen in der Region helfen
Für die Menschen in der Region wird kaum etwas sein wie vor dem Absturz. Sie haben in schneller Hilfsbereitschaft mehr als 2000 Übernachtungsmöglichkeiten für die Hinterbliebenen der Opfer bereitgestellt. Französische Medien berichten fast täglich von freundlichen Aufnahmen und einfühlsamen Reaktionen durch Einheimische.

veröffentlicht: 3. April 2015 11:59
aktualisiert: 12. Juni 2015 13:55