«Eichwäldli-Bewohner» in Luzern wollen bleiben

3. Januar 2019, 14:33 Uhr
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Obwohl der Vertrag mit der Stadt Ende Jahr ausgelaufen ist

Die Bewohner der städtischen Liegenschaft beim Eichwäldli in Luzern wollen ihr Haus nicht räumen. Dies obwohl der Vertrag mit der Stadt Ende Jahr ausgelaufen ist. Die Bewohner fordern, dass sie das Haus mindestens bis ins Jahr 2030 nutzen können.

Seit dem Mai letzten Jahres leben mehrere Personen in der städtischen Liegenschaft an der Murmattstrasse 2 beim Luzerner Eichwald. Die "Familie Eichwäldli", wie sich die Gruppe selber nennt, will die ehemalige Soldatenstube weiterhin für sich nutzen und ein gemeinschaftliches, solidarisches Zusammenleben pflegen. Je nach Tag laden sie zum offenen Mittagstisch, zum Nachtessen oder auch zum Yoga und bieten einen Treffpunkt für rund 80 Personen pro Woche. 

Der Vertrag wäre ausgelaufen

Der Vertrag mit der Stadt Luzern ist nun aber Ende Jahr ausgelaufen. Auch deshalb, weil das Gebäude gemäss der Stadt in schlechtem Zustand ist. Trotzdem weigern sich die Bewohner, das Haus zu räumen. "Wir bleiben" - steht in grossen Buchstaben auf dem Dach des Hauses. Die Miete für den Monat Januar, rund 1300 Franken, sei bereits überwiesen worden, teilt die "Familie Eichwäldli" in einer Mitteilung mit. 

Bewohner fordern Verbleib bis ins Jahr 2030

Konkret fordern die Bewohner, dass sie das Gebäude mindestens bis ins Jahr 2030 für ein Wohn- sowie niederschwelliges Nachbarschaftsprojekt nutzen können. Ausserdem verlangen sie von der Stadt «lösungsorientierte, konstruktive und wertschätzende Gespräche über die anfallenden baulichen Massnahmen und die weitere Nutzung». Man werde an der momentanen Situation nichts ändern, die öffentlichen Anlässe werde man weiterführen, heisst es in der Mitteilung weiter. 

Reaktion der Stadtregierung noch offen

Wie die Luzerner Stadtregierung nun auf die Forderung reagiert ist noch unklar. Auf rechtliche Schritte wird vorerst verzichtet. Baudirektorin Manuela Jost wird sich morgen mit der Gruppe für ein Gespräch treffen. Über weitere Schritte entscheidet dann die Stadtregierung.

 

Hausbesetzung im Eichwäldli

veröffentlicht: 3. Januar 2019 14:12
aktualisiert: 3. Januar 2019 14:33