Einbürgerung des Menznau-Täters war rechtlich korrekt

12. Juni 2015, 12:20 Uhr
Im Jahr 2001 hatten die Einbürgerungsbehörden keinen Einblick in gelöschte Straftaten
© Mario Stauber
Im Jahr 2001 hatten die Einbürgerungsbehörden keinen Einblick in gelöschte Straftaten

Die Einbürgerung des mutmasslichen Täters von Menznau ist 2001 korrekt abgelaufen. Dies teilt das Luzerner Amt für Gemeinden nach einer eingehenden Prüfung mit. Der Täter sei 1998 für einen Raub bedingt verurteilt worden. Diese bedingte Strafe sei im Jahr 2000 aber gelöscht worden und in die gelöschten Strafregister hätten damals nur die Strafverfolgungsbehörden Einsicht gehabt. Darum sei die erleichterte Einbürgerung 2001 aus Sicht der Einbürgerungsbehörden absolut korrekt erfolgt.

Heute gelten verschärfte Strafregistervorschriften. Neu sind Vorstrafen bis zur definitiven Löschung ersichtlich, das heisst zum Teil bis 20 Jahre lang.

veröffentlicht: 5. März 2013 16:45
aktualisiert: 12. Juni 2015 12:20