Erstmals Präsident wegen Völkermord in eigenem Land verurteilt

12. Juni 2015, 12:35 Uhr
Ex-Präsident von Guatemala schuldig gesprochen

Der frühere Präsident von Guatemala, Efrain Rios Montt, ist zu 80 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Er wurde des Völkermordes für schuldig befunden. Konkret sei er während seiner Amtszeit in den Achtzigerjahren verantwortlich gewesen für Mord, Folter und Zwangsumsiedelungen, so das Gericht. Opfer der Verbrechen waren Angehörige eines des Maya-Volkes. Montt hatte dieses als Basis seiner politischen Gegner betrachtet. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein ehemaliger Präsident im eigenen Land wegen Völkermordes verurteilt wurde.

veröffentlicht: 11. Mai 2013 10:39
aktualisiert: 12. Juni 2015 12:35