Fast 4 Millionen gedachten der Opfer

27. September 2018, 16:58 Uhr
In Paris marschierten auch 50 Staats- und Regierungs-Chefs mit
© Radio Pilatus AG / Tele 1 AG
In Paris marschierten auch 50 Staats- und Regierungs-Chefs mit

Fast 4 Millionen Menschen haben in Frankreich gestern an Märschen für die 17 Opfer der islamistischen Terroranschläge teilgenommen. Nach Schätzungen der Organisatoren kamen allein in Paris bis zu 1,5 Millionen Menschen zusammen. Bei einer der grössten Kundgebungen der Nachkriegszeit waren 50 Staats- und Regierungschefs dabei. Darunter auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga.

Weltweite Anteilnahme

 

Auch in anderen Städten der Welt drückten 10'000 Menschen ihre Solidarität mit den Opfern aus. So unter anderem in Berlin, Brüssel, Madrid und London. In der Schweiz gab es unter anderem in Lausanne und Genf Solidaritäts-Kundgebungen.


Video zeugt von Koordination der Anschläge

Die Anschläge in Paris sind offenbar koordiniert geplant worden. Dies erklärt anscheinend der  am Freitag von der Polizei getötete Amedy Coulibaly in einem heute veröffentlichten Video . Beim Angriff auf den Supermarkt werde er gezielt Juden erschiessen sagt auf dem Video ein Mann, der aussieht wie Coulibaly. Ausserdem arbeite er mit den Kouachi Bründern zusammen. Diese hatten beim Überfall auf die Charlie-Hebdo-Redaktion 12 Menschen getötet. Im Supermarkt kamen vier Juden ums Leben.

In ganz Frankreich haben gestern fast 4 Millionen Menschen gegen den Terror demonstriert. Mit verschiedenen Kundgebungen setzten sie ein Zeichen für Toleranz und Meinungsfreiheit. Allein in Paris nahmen bis zu 1,5 Millionen Menschen am Solidaritätsmarsch

veröffentlicht: 11. Januar 2015 16:44
aktualisiert: 27. September 2018 16:58