Gemeinde lehnt Entschädiungszahlung durch Schmidheiny ab

11. Juni 2015, 16:56 Uhr

Im Asbest-Prozess in Italien lehnt die Gemeinde Casale Monferrato eine Entschädigungszahlung durch Stephan Schmidheiny ab. Damit verbleibt die Gemeinde Zivilpartei im Prozess gegen den Schweizer Milliardär. Im Dezember hatte die Gemeinde das Angebot Schmidheinys in Höhe von 18 Millionen Euro noch angenommen. Gegen diesen Rückzug machte die Regierung in Rom erfolgreich Druck.  Schmidheiny und sein belgischer Partner De Cartier sind der vorsätzlichen Tötung sowie der absichtlichen Verursachung einer Umweltkatastrophe – auch in Casale Monferrato -  angeklagt. Die Staatsanwaltschaft fordert 20 Jahre Haft für die beiden Ex-Besitzer der Eternit AG. Das Urteil wird in zehn Tagen erwartet.

veröffentlicht: 3. Februar 2012 16:56
aktualisiert: 11. Juni 2015 16:56