Gotthard-Tunnel: Sanierung ohne Vollsperrung?

3. Dezember 2015, 10:36 Uhr
Tunnel-Gegner verlangen Aussetzung der Abstimmung
© © Raimond Spekking / , via Wikimedia Commons
Tunnel-Gegner verlangen Aussetzung der Abstimmung

Gegner einer zweiten Röhre für den Gotthard-Strassentunnel fordern, dass die Abstimmung vom 28. Februar 2016 ausgesetzt wird. Die Denkfabrik „Rail Valley“ ist der Meinung, dass die Fakten für eine zweite Röhre nicht mehr gelten, schreibt der "Tagesanzeiger".

Grund dafür ist der Zustand der aktuellen Röhre. Gemäss einem Bericht des Bundesamtes für Strassen Astra kann der bestehende Tunnel bis zum Jahr 2035 betrieben werden, ohne dass eine Vollsperrung nötig ist.

In seiner Botschaft an das Parlament vor zwei Jahren schrieb der Bundesrat, dass zwischen 2020 und 2025 Sanierungen an der Tunneldecke dringend nötig seien. Dazu brauche es eine Vollsperrung von 140 Tagen. Andernfalls könne der Tunnel nicht bis zum Jahr 2035 betrieben werden.

Sanierung während den normalen Unterhaltsarbeiten

In einem neuen Bericht des Bundesamtes für Strassen Astra heisst es nun, die Sanierungsarbeiten könnten auch ohne Vollsperrung durchgeführt werden, und zwar während der normalen Sperrnächte im Frühling, Sommer und Herbst.

Gegenüber dem "Tagesanzeiger" zeigten sich verschiedene Politiker im Bundeshaus verunsichert. Man wisse zum Zeitpunkt der Volksabstimmung gar nicht, welche Sanierungsarbeiten überhaupt nötig seien, heisst es.

 

Gotthard Strassentunnel muss doch nicht sofort saniert werden

veröffentlicht: 3. Dezember 2015 10:28
aktualisiert: 3. Dezember 2015 10:36