Kantonsparlament Zug: Kritik an Luxus-Sprungturm

30. Juni 2016, 17:37 Uhr
Planung des Sprungturms im Strandbad Zug kostete den Kanton viel Zeit und Geld
© Radio Pilatus
Planung des Sprungturms im Strandbad Zug kostete den Kanton viel Zeit und Geld

Der neue Sprungturm im Strandbad der Stadt Zug hat im Zuger Kantonsparlament für Diskussionen gesorgt. Für die Planung des 500‘000 Franken teuren Sprungturms habe der Kanton unverhältnismässig viel Geld ausgegeben, lautete der Vorwurf aus bürgerlichen Kreisen.

Im Rahmen der Debatte zur künftigen Finanzstrategie im Zuger Kantonsparlament hat der Luxus-Sprungturm des Strandbad Zugs zu reden gegeben. Die Planung des 500‘000 Franken teuren Sprungturms habe nicht nur die Stadt sondern auch den Kanton Zug unverhältnismässig viel Geld gekostet, fand Kantonsparlamentarierin Karen Umbach von der FDP. Schuld seien vor allem die vielen gesetzlichen Auflagen und die übereifrige Verwaltung.

Unterstützung bekam ihr Votum von Kantonsparlamentarier Jürg Messmer (SVP). Dieser schlug auch selbstkritische Töne an und erinnerte die Politiker an ihre Verantwortung. Letztlich sei man für die Gesetze, die man schaffe, selbst mitverantwortlich. Generell müsse man sich vorher überlegen, welche Auswirkungen ein neues Gesetz haben könne. 

Der Zuger Baudirektor Urs Hürlimann (FDP) nahm diese Selbstkritik anerkennend an und meinte, die Angestellten der betroffenen Ämter hätten lediglich ihren Job gemacht. Gesetze könne man manchmal nicht einfach ändern. Und schliesslich müsse sich die Verwaltung an die geltenden Regeln halten.

An der Planung des Sprungturms waren nebst der Stadt Zug auch 5 kantonale Ämter beteiligt. Für deren umfangreiche Abklärungen, unter anderem betreffend Gewässer- und Landschaftsschutz, hat der Kanton der Stadt Zug insgesamt 600 Franken verrechnet.

Luxus-Sprungturm im Strandbad der Stadt Zug kostete den Kanton viel Zeit und Geld

veröffentlicht: 30. Juni 2016 17:14
aktualisiert: 30. Juni 2016 17:37