Kein Schritt zum Sozialamt aus Angst oder Scham

12. Juni 2015, 10:25 Uhr

Längst nicht alle armutsbetroffenen Menschen in der Schweiz gehen zum Sozialamt. Das zeigt laut SF Online die Armutsstatistik des Bundes. Demnach sind es etwa 60 Prozent, welche Anrecht auf Sozialhilfe hätten, diese aber nicht beziehen.

Laut dem Präsidenten der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, Walter Schmid, gibt es diverse Gründe dafür: Unter anderem würden viele Ausländer keine Hilfe vom Staat annehmen wollen, aus Angst um ihren Aufenthaltsstatus in der Schweiz. Ein weiterer Grund sei, dass sich viele schämen würden, um Sozialhilfe zu bitten. Ausserdem gehörten zu diesen 60 Prozent auch Studenten welche vorübergehend Anspruch auf Sozialhilfe hätten, das Geld aber von den Eltern erhalten.

veröffentlicht: 24. November 2012 14:05
aktualisiert: 12. Juni 2015 10:25