Mindestens 37 Tote bei Anschlag an Strand in Tunesien

27. Juni 2015, 08:03 Uhr
Auch in Frankreich und Kuwait gab es terroristische Anschläge
© Google Maps / Radio Pilatus
Auch in Frankreich und Kuwait gab es terroristische Anschläge

Trauriger Tag: Terrorangriffe in Tunesien, Frankreich, Kuwait und Syrien.

19.06 Uhr:
Nach der Terrorattacke in einem tunesischen Strandhotel ist die Zahl der Todesopfer auf 37 gestiegen. Unter den Opfern befinden sich laut dem tunesischen Gesundheitsministerium Briten, Deutsche und Belgier.

18.37 Uhr:
Ein erstes Schweizer Reiseunternehmen gibt Entwarnung: Alle 417 Hotelplan-Kunden in Tunesien seien wohlauf. Das schreibt das Reiseunternehmen in einer Mitteilung. "Beim aktuellen Attentat am Strand von Port El Kantaoui bei Sousse sind keine Kunden von Hotelplan Suisse betroffen. Das EDA rät momentan nicht von Reisen nach Nord-Tunesien ab. Badeferien wie auf Djerba sind weiterhin möglich. Dennoch können ab sofort Reisegäste ihre Tunesien-Ferien für Abreisen bis und mit 5. Juli 2015 kostenlos umbuchen oder stornieren."

18.10 Uhr:
Frankreich: Beim Mann, der heute Morgen nahe Lyon enthauptet aufgefunden wurde, handelt es sich offenbar um den Chef des Anschlagurhebers. Das teilten die französischen Ermittler mit. 

18.04 Uhr:
Tunesien: Laut verschiedenen Online-Medien soll es sich bei den Toten um Briten, Deutsche, Franzosen, Belgier, Russen und Tunesier handeln.

17.26 Uhr:
Tunesien: Zahl der Todesopfer bei Terrorangriff auf zwei Hotels in Sousse steigt auf 28. Das Gesundheitsministerium von Tunesien bestätigte, dass eine weitere Person gestorben sei. Unter den Toten befinden sich laut offiziellen Angaben Briten, Deutsche und Belgier. Über mögliche Schweizer Opfer ist bislang nichts bekannt.

17.11 Uhr:
Kuwait: Beim Terror-Anschlag auf eine Moschee in Kuwait ist die Zahl der Toten gestiegen. Laut aktuellen Angaben sind beim Anschlag durch IS-Terroristen mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. 

16.07 Uhr:
Tunesien: Der zweite Angreifer wurde von der Polizei verhaftet. Das teilen die Behörden mit. Auf Twitter kursiert zudem bereits ein Bild das den zweiten mutmasslichen Täter bei der Verhaftung zeigen soll.

15.41 Uhr:
Tunesien: Die Reiseveranstalter Kuoni und Hotelplan sagen auf Anfrage von Radio Pilatus, dass sie in den betroffenen Hotels keine Gäste haben. Allerdings haben beide Reiseveranstalter Kunden im Gebiet Sousse. Kuoni deren zwei und Hotelplan sechs. Hotelplan konnte bisher zwei der sechs Personen erreichen. Bei Kuoni konnte man beide Personen noch nicht erreichen.

15.20 Uhr:
Tunesien: SRF berichtet, dass nach Behördenangaben zwei Attentäter in einen Strandhotelkomplex eindrangen und begannen auf die Touristen zu schiessen. Sicherheitskräfte seien sofort zur Stelle gewesen und hätten einen der Attentäter erschossen. Der zweite sei geflohen, die Polizei habe die Verfolgung aufgenommen. Augenzeugen berichteten jedoch von nur einem Attentäter. Er sei wie ein Tourist gekleidet gewesen und habe vor dem Hotel und am Strand wahllos auf Menschen geschossen.

14:58 Uhr:
Tunesien: Laut dem Innenminister haben zwei Angreifer das Feuer am Strand zwischen zwei Hotels eröffnet. Einer der Täter sei auf der Flucht. Der andere wurde offenbar von Sicherheitskräften getötet.

14:35 Uhr:
Tunesien: In der tunesischen Hafenstadt Sousse sind bei einem Anschlag auf ein Touristenhotel mindestens 27 Personen getötet worden. Unter den Toten seien auch ausländische Touristen. Dies teilte das tunesische Innenministerium mit. Wer hinter dem Anschlag steckt war nicht bekannt. Auch gibt es keine Angaben über die Nationalitäten getöteter Personen. Gemäss Medienberichten sollen Deutsche und Briten unter den Opfern sein.

14:19 Uhr:
Tunesien: Bei einem Anschlag auf zwei Touristenhotels in der tunesischen Stadt Sousse sind gemäss dem Innenministerium mindestens 19 Personen getötet worden. Es war nicht bekannt, wer hinter dem Anschlag steckt. Es sei zu Schusswechseln gekommen. In Sousse war es bereits im Oktober 2013 zu einem Anschlag auf ein Touristen-Resort gekommen. Touristen in Tunesien wurden in der Vergangenheit wiederholt Ziel von Attentätern. Erst im März waren in Tunesien bei einem Terrorangriff auf das Bardo-Museum in der Hauptstadt mehr als 20 Menschen getötet worden.

14:10 Uhr:
Tunesien: Laut mehreren Medienberichten soll es auf ein Hotel in Tunesien einen Anschlag gegeben haben. Mehrere Schüsse seien gefallen. Mindestens sieben Menschen sollen bei diesem Anschlag im Badeort Sousse ums Leben gekommen sein. Wie eine Sprecherin von Hotelplan gegenüber Radio Pilatus sagte, ist dieser Badeort vor allem bei Westschweizern sehr beliebt. Im betroffenen Hotel habe Hotelplan aber keine Gäste untergebracht. 

14:09 Uhr:
Kuwait: Bei einem Anschlag der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) auf eine schiitische Moschee in Kuwait sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Dies teilten die Rettungskräfte in dem Golfemirat mit. Augenzeugen berichteten zunächst von acht Toten. Nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur Kuna kam es während des Freitagsgebets zur Detonation. Zu dem Attentat auf die Moschee Al-Imam al-Sadek in der Hauptstadt Kuwait-Stadt bekannte sich die radikale sunnitische IS-Miliz. Es ist der erste derartige Angriff auf Schiiten in dem Golfemirat. Die IS-Miliz verübte in den vergangenen Wochen bereits tödliche Anschläge auf schiitische Moscheen im Jemen und in Saudi-Arabien.

13:58 Uhr:
Frankreich: Der festgenommene Attentäter habe Verbindungen zur "salafistischen Bewegung" gehabt, sagte Innenminister Bernard Cazeneuve. 2006 sei er auf eine Liste der Sicherheitsbehörden gesetzt, 2008 aber wieder aus dem Register herausgestrichen worden. Vorstrafen habe der 35-Jährige keine.

13.35 Uhr:
Frankreich: Laut diversen Onlinemedienberichten ist einer von zwei Tätern erschossen worden. Zwei andere Menschen seien verhaftet worden. Frankreichs Präsident Hollande sprach derweil in einer Rede von einem Terrorakt. Es würden nun sämtliche Massnahmen ergriffen, um weitere Attacken zu verhindern.

12.33 Uhr:
Frankreich: Nach dem offenbar islamistischen Anschlag auf eine Fabrik nahe Lyon hat Frankreichs Premierminister Manuel Valls erhöhte Sicherheitsvorkehrungen für die gesamte Region angeordnet. Bei dem Anschlag wurde ein Mann enthauptet, zwei weitere Personen wurden leicht verletzt. Vor Ort fanden Ermittler eine islamistische Flagge, der Kopf des Opfers war zudem mit arabischen Schriftzeichen bedeckt. Der mutmassliche Täter wurde gefasst, die Polizei suchte noch nach einem möglichen Komplizen. Innenminister Bernard Cazeneuve wollte sich umgehend zum Anschlagsort begeben, eine auf die Herstellung von Gasprodukten für die Industrie spezialisierte Fabrik in Saint-Quentin-Fallavier südöstlich von Lyon.

12.15 Uhr:
Frankreich: Nach Informationen der Zeitung "Dauphiné Libéré" hatte am Morgen eine schwere Explosion das Werk der Firma Air Products erschüttert. Die Zeitung zitiert Augenzeugen, wonach ein Mann mit mehreren Islamisten-Flaggen in den Händen Gasbehälter geöffnet und zur Explosion gebracht habe. Augenzeugen berichteten im Sender BFMTV, die Umgebung des Werks sei evakuiert worden.

12.00 Uhr:
Frankreich: Der Kopf des Opfers war laut Ermittlern mit arabischen Schriftzeichen beschrieben und war an einem Zaun der Anlage befestigt. Bei der Fabrik handle es sich um das Unternehmen Air Products, welches Gasprodukte für die Industrie herstellt. Frankreichs Regierung ordnete verschärfte Sicherheitsmassnahmen für kritische Infrastruktur an. Frankreichs Innenminister Cazeneuve ist derzeit unterwegs an den Ort des Geschehens. Präsident Francois Hollande teilte mit, er werde vom EU-Gipfel in Brüssel zurück nach Frankreich kehren.

11.20 Uhr:
Frankreich: In einer Fabrik, nahe Lyon, soll es einen Anschlag gegeben haben. Laut mehreren Berichten von Onlinemedien soll dabei eine Person enthauptet worden sein. Zudem habe es mehrere Explosionen gegeben. Mehrere Menschen seien zudem verletzt worden. Es ist die Rede von einer radikal-islamistisch motivierten Attacke. Neben der Leiche habe eine islamistische Flagge gelegen. Es sei aber nicht klar, ob die Person vor Ort enthauptet worden sei oder ob die Leiche dorthin gebracht worden sei, meldet die französische Nachrichtenagentur AFP. Eine Person soll festgenommen worden. 

Anschlag in Frankreich. Eine Person enthauptet worden.

17.15 Uhr: Zusammenfassung Attentate in Tunesien, Frankreich und Kuwait

veröffentlicht: 26. Juni 2015 18:11
aktualisiert: 27. Juni 2015 08:03