Ottmar Hitzfeld hört nach der WM 2014 auf

27.09.2018, 16:56 Uhr
· Online seit 17.10.2013, 11:37 Uhr
«Schwierigste Entscheidung meiner Trainerlaufbahn»
Anzeige

Ottmar Hitzfeld hört nach der WM 2014 als Trainer der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft auf. Dies schreibt der Fussballverband in einer Mitteilung. Der 64-jährige informierte demnach die Führung des Schweizerischen Fussballverbands (SFV), dass er seinen nach der WM-Endrunde 2014 auslaufenden Vertrag als Coach des Schweizer Nationalteams nicht verlängert. Hitzfeld spricht von der «schwierigsten Entscheidung meiner Trainer-Laufbahn».

Entscheid der Vernunft
Hitzfeld begründet seinen Entschluss damit, dass er nach der WM in Brasilien 65 Jahre alt sein werde und nach über 30 Jahren im Kräfte raubenden Metier Fussballtrainer die Zeit gekommen sei, um nach der WM aufzuhören. Der Deutsche beendete nach 6 Jahren seine Trainerzeit bei Borussia Dortmund, nach 6 Jahren seine erste Trainerzeit bei den Bayern und jetzt nach 6 Jahren seine Zeit als Nationalcoach der Schweiz. «Mit der Verbandsführung, mit den Spielern und dem Staff ist absolut alles zum Besten bestellt, darum ist diese Entscheidung die schwierigste meiner Trainer-Laufbahn», sagt Hitzfeld, und spricht von einem «Entscheid der Vernunft».

Sehr bedauerlich, aber nachvollziehbar
Mit Ottmar Hitzfeld als Coach des Nationalteams hat sich die Schweiz erstmals vorzeitig für eine WM-Endrunde qualifiziert, mit ihm haben wir den historischen Erfolg erreicht, dass die Schweiz bei einer WM-Gruppenauslosung in Topf 1 und damit gesetzt ist", sagt Peter Gilliéron, Zentralpräsident des Schweizerischen Fussballverbands, «aber so bedauerlich die Entscheidung unseres Nationalcoachs ist, Ottmar Hitzfeld hat diese persönlich so geschildert, dass sie für uns nachvollziehbar ist und nicht anderes übrig bleibt, als sie zu akzeptieren und zu respektieren.»

Hitzfeld-Nachfolge: SFV will sich Zeit lassen
Betreffend Nachfolge-Regelung will sich der SFV gebührend Zeit lassen, wie Generalsekretär Alex Miescher betont. «Ottmar Hitzfeld ist auch in dieser Lage ein Gentleman vom Scheitel bis zur Sohle und lässt uns viel Zeit. Das ermöglicht uns, nicht gleich am Kandidatenkarussell zu drehen, sondern erst einmal innezuhalten, Ottmar Hitzfeld Dankbarkeit und Respekt zu zollen und die Vorbereitungen auf die WM wie geplant voranzutreiben.»

Für die Zukunft gut aufgestellt
Ottmar Hitzfeld übernahm das Schweizer Nationalteam per 1. Juli 2008 von Köbi Kuhn und führte es an die WM-Endrunden 2010 in Südafrika sowie 2014 in Brasilien. Zu den grössten Siegen dieser Zeit gehören das 1:0 gegen Spanien an der WM-2010, das 5:3 gegen Deutschland Ende Mai 2012 und das 1:0 gegen Brasilien Mitte August 2013. Unter Hitzfeld ist die Schweiz seit 16 Monaten ungeschlagen und, wie er selber sagt, «dank dem Potenzial der vielen jungen Spieler, der guten Ergänzung mit zahlreichen Routiniers für die Zukunft unabhängig vom Trainer sehr gut aufgestellt.»

9. März 2020 - 16:49

Einschätzung von RP-Sportchef Sämi Deubelbeiss zum Rücktritt vom Ottmar Hitzfeld

9. März 2020 - 16:49

Home Programm Musik Nachrichten Events Inside Werbung Mediacenter Ottmar Hitzfeld hört nach der WM 2014 auf

veröffentlicht: 17. Oktober 2013 11:37
aktualisiert: 27. September 2018 16:56

Anzeige
Anzeige
redaktion@pilatustoday.ch