Rinderwahn in der Zentralschweiz

6. Februar 2020, 19:05 Uhr
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In Einsiedeln ist eine BSE-Kuh notgeschlachtet worden

In der Zentralschweiz ist ein Fall von BSE, also von Rinderwahn aufgetreten. Auf einem Bauernhof in Einsiedeln hatte eine 13-jährige Kuh die tödliche Krankheit, wie die Weltorganisation für Tiergesundheit meldet. Sie wurde notgeschlachtet.

BSE ist eine Tierseuche, die das Hirn von Kühen angreift. Die Nervenzellen werden zerstört, das Nervengewebe wird schwammartig und das Tier stirbt. Auch für Menschen ist BSE gefährlich. Wenn BSE auf den Menschen übertragen wird, kann es die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auslösen. Aufgrund von dieser können psychische Veränderungen, unter anderem Depressionen und Angstzustände auftreten. Die Krankheit kann aber beispielsweise auch zu Muskelzuckungen führen.

Beim vorliegenden Fall in Einsiedeln handelt es sich um atypische BSE. Atypische BSE tritt in seltenen Fällen spontan bei älteren Tieren auf und ist nicht ansteckbar. Die an BSE erkrankte Kuh wurde in Gunzwil, im Schlachthof Stalder Markus notgeschlachtet und fachgerecht entsorgt. Es ist der erste Fall von BSE in der Schweiz seit 2012.

Rinderwahn in der Schweiz

veröffentlicht: 6. Februar 2020 19:05
aktualisiert: 6. Februar 2020 19:05