Tausende begeisterte Schaulustige am Klausjagen

5. Dezember 2016, 21:49 Uhr
Über 20'000 Schaulustige verfolgten das Spektakel in Küssnacht am Rigi

So war das Klausjagen in Küssnacht am Rigi

Das Klausjagen ist mysthisch

Geisslenchlöpfer, Klausjäger, Iffelen, Treichlen, Hornbläser und der Samichlaus - das traditionelle Klausjagen in Küssnacht am Rigi hat heute Abend über 20'000 Besucher angelockt. Mit seinen 1'500 Umzugsteilnehmer gehört das Küssnachter Klausjagen zu einem der imposantesten Nikolausbräuche Europas.

Es ist jeweils eine eindrückliche Stimmung in Küssnacht am Rigi, wenn es um 20.15 Uhr stockdunkel ist und nach dem Böllerknall die Geisslenchlöpfer, die wunderschönen Iffelen, die Treichlen, Hornbläser und natürlich der Samichlaus durch die Gassen von Küssnacht ziehen. Das diesjährige Klausjagen lockte einmal mehr über 20‘000 Besucher an den Strassenrand. Mit seinen 1'500 Umzugsteilnehmer gehört das Küssnachter Klausjagen zu einem der imposantesten Nikolausbräuche Europas. Das Klausjagen in Küssnacht mit der mystischen Stimmung und den wunderschönen Iffelen müsse man unbedingt mal erlebt haben, so die Meinung vieler Besucher. Und selbstverständlich sind auch die Teilnehmer vom traditionellen Umzug und den tausenden von Zuschauern begeistert wie eh und je. Einziger Wermutstropfen seien die vielen Handys und Blitzlichtgewitter der Besucher während des Umzugs, mit welchen der Zauber der Dunkelheit verloren gehe.

Küssnachter Klausjagen ist eine Männerdomäne
Das Klausjagen und speziell die Klausengesellschaft ist seit Beginn eine Männerdomäne. Frauen seien historisch bedingt keine erlaubt, wie René Räber, Präsident der St. Niklausengesellschaft, sagte. Woher der Braucht stamme, sei nicht ganz klar, so Räber weiter: „Die einen sagen, dass es ein altgermanischer Brauch ist, welcher die Geister auszutreiben versuchte. Die anderen tendieren wegen den Iffelen und dem Samichlaus eher zum Christentum.“

veröffentlicht: 5. Dezember 2016 21:45
aktualisiert: 5. Dezember 2016 21:49