Vorsicht auf der Internetplattform Facebook

12. Juni 2015, 06:55 Uhr

Eigentlich ist die Internet-Plattform Facebook dazu gedacht, dass man Freunde trifft. Immer häufiger sind aber auch Abzocker am Werk. Für besonders böse Überraschungen sorgen als Nachrichten getarnte Kaufverträge der Firma Echovox in Genf, wie ein Beitrag von Kassensturz zeigt.

Dort haben wir die Swisscom-Kundin Jeannette Furler. Von einer vermeintlichen Facebook-Freundin erhielt sie eine Nachricht mit der Einladung, herauszufinden, wer sie heimlich liebe.

Dafür musste Furler lediglich ihre Handy-Nummer angeben. Prompt bekam sie eine SMS und bestätigte die Nachricht auf die angegebene Kurznummer.

Was Jeannette Furler dabei übersah: Sie «unterschrieb» damit einen Kaufvertrag für ein SMS-Abo. Ein Abo allerdings, das dem Anbieter, einer gewissen Firma Echovox in Genf, drei Franken pro Kurzmeldung in die Kassen spült. Furlers Swisscom-Rechnung war alles andere als erfreulich.

Auf die Missstände angesprochen, beharrte die Swisscom auf ihrer Rechnungsstellung. Bei der Firma in Genf sei bis jetzt nichts Negatives aufgefallen.

Für den Juristen und K-Tip-Rechtsberater Hansruedi Schmid ist klar: Die Anbieter dieses «Abos» treiben mit den «Facebook»-Nutzern ein illegales Spielchen. Sowohl beim Auftakt-Mail noch beim folgenden SMS sei dem Empfänger klar, dass es sich um einen Kaufvertrag handle, sagt Schmid im «Kassensturz»-Beitrag.

Wer Opfer dieses «Angebots» geworden sei, so Schmid, soll die Swisscom-Rechnung zwar bezahlen, die Positionen im Zusammenhang mit dem unlauteren Spiel aber von der Rechnung streichen.

veröffentlicht: 1. Januar 2000 00:00
aktualisiert: 12. Juni 2015 06:55
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