Wolfenschiessen NW: Gleitschirmpilot nach Absturz schwer verletzt

9. September 2017, 12:58 Uhr
Nach dem er in ein Heuseil geflogen war, rissen die Leinen seines Schirms
© pixabay.com/NeuPaddy
Nach dem er in ein Heuseil geflogen war, rissen die Leinen seines Schirms

Bei Wolfenschiessen im Kanton Nidwalden ist am Freitag ein Gleitschirmpilot abgestürzt. Beim Aufprall auf dem bewaldeten Boden zog er sich schwerste Verletzungen am ganzen Körper zu.

Der Unfall hat sich am Freitagnachmittag um ca. 14:15 Uhr im Ortsteil Altzellen zugetragen, wie die Nidwaldner Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt. Beim Aufprall in unwegsamen Gelände hat sich der 29-jährige Mann aus der Zentralschweiz schwerste Verletzungen zugezogen und ist mit der REGA in kritischem Zustand in ein umliegendes Spital geflogen worden.

Der Gleitschirmpilot hielt sich längere Zeit im Gebiet westlich der Walenstöcke auf. Im Gebiet Oberenglerz flog er mit seinem Gleitschirm in ein Heuseil. Dabei rissen die Leinen des Schirms.  Der Pilot fiel praktisch ungebremst rund 70 Meter in die Tiefe. Beim Aufprall auf dem bewaldeten Boden zog er sich schwerste Verletzungen am ganzen Körper zu.

Schwierige Rettungsaktion

Dank Beobachtung von aufmerksamen ist es schnell gelungen, den Verunfallten im unübersichtlichen und steilen Gelände ausfindig zu machen. Die Bergung, an der nebst der REGA auch Angehörige des Rettungsdienstes vom Kantonsspital NW und der Kantonspolizei NW beteiligt waren, erwies sich laut der Polizei als äusserst schwierig, da sich die Unfallstelle direkt unter dem Heuseil befand und der Gleitschirmpilot nur über eine Rettungswinde geborgen werden konnte. Das Heuseil war gemäss der Polizei in der aktuellen Hinderniskarte eingezeichnet. Die genaue Unfallursache wird durch die Kantonspolizei NW in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft NW ermittelt.

Ausserdem sei die REGA laufend daran, mit den Verantwortlichen der Kantone Nid- und Obwalden sowie mit dem Forstamt und den betroffenen Bauern die Daten der Seile zu überprüfen und auf den neusten Stand zu bringen, so die Polizei weiter. 

veröffentlicht: 9. September 2017 12:24
aktualisiert: 9. September 2017 12:58