Monstercorso

«Eine Herzsache, aber die Vernunft sollte im Vordergrund stehen»

25. September 2020, 12:05 Uhr
Die Meinungen zum Monstercorso-Entscheid gehen weit auseinander. (Archivbild)
© PilatusToday
Die «Vereinigten» Luzern haben am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass sie den Monstercorso durchführen wollen. In welcher Form, das ist im Moment noch unklar. Trotzdem gehen die Wogen bereits hoch.

Wir haben uns in der Pilatus-Community umgehört. Die Meinungen gehen dabei weit auseinander. Von «Allen, denen es nicht passt und die Angst haben, dürfen, ohne einen Kommentar zu hinterlassen, Zuhause bleiben» bis «Ich finde auf Grund der jetzigen Corona-Situation ist es kein Weltuntergang, wenn eine Pause eingelegt wird und die Fasnacht 2021 nicht stattfindet», ist alles dabei.

Zwischen Freude und Unvernunft

Dabei gibt es nicht unbedingt eine Seite, die dominiert. Viele sind froh, dass überhaupt noch etwas durchgeführt wird. Sie freuen sich, dass Corona nicht alles zunichtemacht. Die anderen halten den Entscheid für unvernünftig und für eine Zwängerei. Sie würden oft einen klaren Schnitt bevorzugen. Also lieber überhaupt keine Fasnacht als aufgeteilte Lösungen.

Man merkt den Kommentaren an, dass die Fasnacht ein emotionales Thema ist. Trotzdem gibt es die ruhigen Aussagen, denen man anmerkt, dass sie gerne eine Fasnacht hätten, die jedoch die gegenwärtige Pandemie-Situation als zu gravierend einschätzen: «Es ist eine Herzsache, aber die Vernunft sollte im Vordergrund stehen.» Manchmal müsse man eben verzichten und sich dafür 150 Prozent auf die Fasnacht 2022 freuen.

Durchführung noch offen

Ob der Monstercorso tatsächlich durchgeführt wird, hängt aber am Ende nicht von nur von den «Vereinigten» ab, sondern vom Entscheid der Stadt Luzern. Sie hat sich noch nicht zum Entscheid geäussert.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 25. September 2020 15:28
aktualisiert: 25. September 2020 12:05