Stadt Luzern

So schön war der «Fasnachtsmäärt»

20. Februar 2022, 13:55 Uhr
Es war ein Fest sondergleichen: Nach zwei Jahren Pandemie mit Einschränkungen konnten die Luzerner Fasnächtlerinnen und Fasnächtler gestern den «Fasnachtsmäärt» Unter der Egg in vollen Zügen geniessen.
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Quelle: Tele 1

Keine Masken, kein 2- oder 3-G und keine Personenbeschränkung: Nach dem Bundesratsentscheid am vergangenen Mittwoch konnte der traditionelle «Fasnachtsmäärt» am Samstagnachmittag ohne grosse Einschränkungen stattfinden.

Kaum mehr Platz hatte es bei der Rathaustreppe – dies bei einigermassen schönem Wetter. Menschen standen dicht beieinander, tranken zusammen etwas und es wurde Konfetti geworfen. Wie ein Orchester stellten sich die Guugger auf der Treppe auf und spielten ihre Musik.

Seit 1975 eröffnet der «Fasnachtsmäärt» die Fasnachtswoche in Luzern. Und mit diesem Anlass scheint das Fasnachtsfieber bei den Leuten definitiv ausgebrochen zu sein. «In mir drin tobt ein Feuerwerk der Freude. Ich kann alle Menschen anlächeln, die Maske ist weg. Ich kann es gar nicht beschreiben, es ist überwältigend», erzählt eine Besucherin. Auch andere sind so euphorisch: «Im Moment habe ich ein starkes Kribbeln in mir. Ich habe eine Riesenfreude. Ich glaube, ich kann mein Lachen nicht mehr verstecken und das müssen wir ja auch nicht mehr.» Einige Menschen trugen trotzdem noch Masken – abgesehen von Kostümen.

«Fasnachtsmäärt» ohne Fasnachtsstände

Der «Fasnachtsmäärt» trägt den Namen, weil in seinen Anfängen unter anderem von den «Schnorpfi-Wiiber» jährlich Dutzende Fasnachtskleider genäht und dort verkauft wurden. Wer in diesem Jahr aber Fasnachtsstände gesucht hat, tat dies vergebens. Ausser Kaffi-Huerenaff, Häxtetee, Bier und Hot-Dogs wurde nichts anderes verkauft. Der Grund war die kurzfristige Entscheidung zu den Corona-Massnahmen.

«Wir mussten dieses Jahr alles kurzfristig planen, was zu einigen Kürzungen führte», sagte Peti Federer, Medienverantwortlicher des Lozärner Fasnachts-Komitees gegenüber der «Luzerner Zeitung». Um die Fasnachtsstände zu errichten, hätte man eine Abgrenzung über die Reuss errichten müssen, dies hätte ungefähr eine Woche Vorarbeit bedeutet. «Hoffnung schöpften wir erst, als wir erfuhren, dass Grossveranstaltungen nicht mehr unter der Bewilligungspflicht stehen. Daraufhin haben wir angefangen, zu planen. Das Risiko, dass die Fasnacht nicht stattfinden würde, waren wir bereit einzugehen», so Federer weiter.

Bis spät am Abend haben die Guuggenmusigen auf der Rathaustreppe gespielt. Es war ein kleiner Schritt zurück in die Normalität und der Startschuss für eine unbeschwerte Fasnacht.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 20. Februar 2022 07:52
aktualisiert: 20. Februar 2022 13:55
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