Fasnacht

So schützen sich Standbetreiber vor Twint-Betrügern

Bargeldlos an der Fasnacht

So schützen sich Standbetreiber vor Twint-Betrügern

· Online seit 20.02.2023, 15:21 Uhr
Bargeldloses Zahlen wird gross geschrieben – auch an der Fasnacht. An vielen der Essens- und Getränkeständen in Luzern kann mit Twint gezahlt werden. Mithilfe von Screenshots zu betrügen, ist einfach. Aber die Standbetreiber wissen, wie sie sich schützen können.

Quelle: PilatusToday

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Schweres Münz rumtragen ist Schnee von gestern. Das bargeldlose Zahlen boomt und ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Selbst an der Fasnacht kann an den allermeisten Ständen mit Twint bezahlt werden. Im Zuge der Vorfasnacht warnten Guuggenmusigen vor Abzocke: Es sei ein Leichtes, mithilfe von Screenshots einer früheren Twint-Zahlung zu betrügen. An einzelnen Vorfasnachtspartys wurde deshalb sogar ganz auf Twint verzichtet.

Nicht so an der Fasnacht in Luzern: «Ohne Twint geht es nicht mehr. Viele haben gar kein Bargeld dabei, sogar an der Fasnacht», weiss Standbetreiberin Monika aus Luzern. Wie an vielen anderen Essens- und Getränkeständen kann man auch bei ihr die beliebte Zahlungsmethode benutzen. Monika kennt die Betrugsmasche und hat sich abgesichert: «Schützen können wir uns in dem Sinne nicht, aber ich habe eine Sicherheit eingebaut: Bei jeder Twint-Zahlung bekomme ich direkt eine SMS.» So kann sie überprüfen, ob wirklich gezahlt wurde oder ob jemand statt einer Zahlung nur den Screenshot einer Zahlung zeigt. Versucht habe es bisher keiner. «Zumindest hätten wir es nicht gemerkt», sagt sie.

Auf die Uhrzeit achten

Eine andere Strategie verfolgt Daniel: «Wenn man auf die Uhrzeit achtet, die das Handy anzeigt, kann man schnell erkennen, ob es ein Screenshot ist oder nicht.» Etwa die Hälfte der Kunden bezahlen mit Twint, meint er. Betrugsversuche hätte es bislang noch keine gegeben.

Trotzdem kontrollieren viele Standbetreiber die Handys der Kunden oder haben sich via SMS-Bestätigung abgesichert. Nur so könne man verhindern, dass nicht betrogen werde, sagt ein Standbetreiber, der anonym bleiben möchte.

Auf Twint verzichten kommt für die meisten aber nicht in Frage. «Es geht schnell und die Leute zahlen gern damit», weiss Sonja aus Altbüron. Und auch wenn man bei den Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern nachfragt, wird schnell klar: Twint ist beliebt. Viele führen aber auch Bargeld mit sich und benutzen beide Zahlungsmethoden. Nur bei wenigen gilt noch der Grundsatz: Nur Bares ist Wahres.

veröffentlicht: 20. Februar 2023 15:21
aktualisiert: 20. Februar 2023 15:21
Quelle: PilatusToday

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