Reiche Kantone werden bei Finanzausgleich entlastet

12. Juni 2015, 13:52 Uhr
Empfängerkantone zeigen sich im Nationalrat solidarisch
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Empfängerkantone zeigen sich im Nationalrat solidarisch

Reiche Kantone sollen beim Finanzausgleich NFA entlastet werden

Der Nationalrat kommt den sogenannten Geberkantonen beim Nationalen Finanzausgleich NFA entgegen. So sollen die ingesamt neun Kantone in den nächsten vier Jahren pro Jahr um rund 134 Millionen Franken entlastet werden, der Bund sogar um knapp 200 Millionen. Diese finanzielle Entlastung der Geberkantone ist bei den Zentralschweizer Politikern im Bundeshaus grossmehrheitlich auf ein positives Echo gestossen.

Nur immer die Hand hinhalten und nehmen ist nicht fair!

Glückliche Vertreter aus Nidwalden, Schwyz und Zug

Die Nationalräte aus den Kantonen Nidwalden, Schwyz und Zug zeigten sich sehr erfreut. "Die Kantone haben begriffen, dass Solidarität immer in beide Richtungen geht", so der Zuger FDP Nationalrat Bruno Pezzatti. "Nur immer die Hand hinhalten und nehmen ist nicht fair, dieser Entscheid ist ein klares Bekenntnis für das System NFA", sagte aber auch CSP Nationalrat Karl Vogler aus dem Kanton Obwalden. Dass sein Kanton nun also weniger erhalte, sei absolut vertretbar.

Ständerat bisher anderer Meinung

Bislang verhinderten die Vertreter der 17 Empfängerkantone eine Anpassung des Finanzausgleichs NFA im Parlament, zuletzt der Ständerat im vergangenen Dezember. Die Vorlage geht nun zurück zur Differenzenbereinigung in den Ständerat.

 

 

veröffentlicht: 10. März 2015 14:49
aktualisiert: 12. Juni 2015 13:52