Ausstellung

50 Buddhas sorgen im Basler Museum der Kulturen für Erleuchtung

19. November 2020, 15:55 Uhr
Einer von über 50 Buddhas in der Ausstellung «Erleuchtet - Die Wege der Buddhas» im Museum der Kulturen Basel.
© Museum der Kulturen Basel/Omar Lemke
Mit über 50 Buddha-Statuen und vielen weiteren Objekten taucht das Museum der Kulturen Basel in die populäre Welt und Lehre des Buddhismus ein. Die Ausstellung zeigt auf, dass es viele Wege zur buddhistischen Erleuchtung gibt.

Golden glänzende Buddhas sitzen in europäischen Wohnzimmern, Vorräumen von Yoga-Studios, natürlich in asiatischen Tempeln und offensichtlich auch in grossen Massen im Depot des Basler Museums der Kulturen. Das Haus hat nun über 50 von ihnen hervorgeholt und für seine Sonderausstellung «Erleuchtet - Die Welt der Buddhas» mit über 200 weiteren Objekten zu einer meditativen Gesamtschau vereinigt.

Viele der Exponate stammen aus der Tibet-Sammlung von Gerd-Wolfgang Essen, die 1998 mit Mitteln der Basler Mäzenin Catherine Oeri für das Museum aufgekauft worden ist. Es handelt sich um eine der weltweit grössten Sammlungen tibetischer Kunst, die in diesem jetzt präsentierten Umfang lange nicht mehr zu sehen war.

Die Ausstellung versucht, einen vertiefenden Blick hinter diese populäre Figur und seine weltanschaulich-religiösen Lehren zu werfen. Dabei vermittelt sie die Erkenntnis, dass es bei weitem nicht nur den einen Buddha und entsprechend viele Wege zur Erleuchtung gibt, wie das Museum mitteilt. Der Buddhismus habe sich in seiner über zweitausendjährigen Geschichte immer wieder an regionale Gegebenheiten angepasst.

Es gibt viele verschiedene Buddhas

Zu sehen sind also höchst unterschiedliche Buddha-Darstellungen. Sie reichen von der golden glänzenden Monumentalstatue aus Japan bis zur kleinen Alabaster-Figur aus Myanmar, von Objekten aus dem 3. oder 4. Jahrhundert bis zu solchen, die im 20. Jahrhundert entstanden sind. Es gibt gekrönte Buddhas oder solche in bescheidener Gestalt eines Mönchs, viele im Schneider- oder Yogasitz, einige aber auch stehend.

Das Museum wagt in seiner Ausstellung auch noch einen Schritt über die meditative Lehre und Wege zur Erleuchtung hinaus. Werke zeitgenössischer Kunstschaffender sollen die Verbindung von Religion und Politik im Buddhismus sowie überlieferte Hierarchien kritisch hinterfragen.

Die Ausstellung «Erleuchtet - Die Welt der Buddhas» im Museum der Kulturen Basel dauert bis 23. Januar 2022.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. November 2020 15:55
aktualisiert: 19. November 2020 15:55