Konsumverhalten

Bevölkerung kaufte während des Lockdowns grosse Mengen an Medikamenten

10. Juni 2020, 09:31 Uhr
Der Schweizerische Apothekerverband zieht eine erst Bilanz über die Auswirkungen der Coronapandemie auf den Geschäftsalltag. Demnach kauften die Menschen im März deutlich mehr Medikamente im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Mit dem Heimlieferservice sollen Corona-Risikopatienten geschützt werden. (Symbolbild)
© Keystone

Im März 2020 hätten die Apotheken 14,7 Millionen Medikamentenpackungen abgegeben. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, teilte der Apothekerverband Pharmasuisse am Mittwoch mit. Zuerst berichtete Radio SRF darüber. Besorgte Kunden hätten Hamsterkäufe von Grippe- und Schmerzmitteln getätigt, heisst es in der Mitteilung weiter. So stieg die Abgabe von Schmerzmitteln um 144 Prozent an, die Abgabe von Husten- und Erkältungsmitteln um 100 Prozent. Infolge der Hamsterkäufe schränkte der Bundesrat am 18. März die Abgabe bestimmter Medikamente ein. Diese Verordnung gilt bis zum 31. August 2020.

Wie der Apothekerverband weiter mitteilt, ging im April die Nachfrage in den Offizinapotheken stark zurück. Nach der Wiedereröffnung von Arztpraxen und der schrittweisen Lockerung der Corona-Massnahmen nehme der Geschäftsgang in den Apotheken langsam wieder zu. Allerdings liege er aktuell unter dem Durchschnitt, so Pharmasuisse.

Quelle: CH Media
veröffentlicht: 10. Juni 2020 09:31
aktualisiert: 10. Juni 2020 09:31
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