Lockdown

Bringt Corona einen Babyboom?

19. Juli 2020, 10:27 Uhr
Ob während des Lockdowns besonders viele Kinder gezeugt wurden, wird sich in ein paar Monaten zeigen. (Symbolbild)
© Pixabay
Apotheken verkauften seit Beginn des Lockdowns aussergewöhnlich viele Schwangerschaftests.

Während des Lockdowns verbrachten die Menschen so viel Zeit zuhause wie selten. Nun gibt es laut einem Bericht des «Sonntagsblick» erste Hinweise darauf, dass während der Krise mehr Frauen schwanger geworden sind, oder dies zumindest vermuteten – es wurden nämlich mehr Schwangerschaftstests verkauft. «Wir erleben seit Ende Februar einen Ansturm auf Schwangerschaftstests», sagt Frank Marent, Geschäftsführer der Onlineapotheke McDrogerie.ch gegenüber dem «Sonntagsblick». Über die gesamte Corona-Zeit habe man doppelt soviele Tests verkauft wie normalerweise.

Während auch bei microspot.ch, bei Coop, Coop Vitality, Migros und der Drogerie Pura Vita zeitweise markant mehr Tests über die Ladentheke gingen, setzten Amavita und Sun Store vergleichbar viele Tests ab wie in den Jahren zuvor.

Warten auf Geburtenzahlen

Auf mehr Schwangerschaften deuten auch die Zahlen aus zwei Kliniken hin, welche der «Sonntagsblick» befragt hat. Etwas zurückhaltender sind dagegen die grossen Versicherungen, bei denen viele der aktuellen Schwangerschaften noch gar nicht erfasst sind. Und auch die Schweizerische Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe ist vorsichtig: «Ob es einen Babyboom geben wird, wird man erst anhand der gesamtschweizerischen Geburtenzahlen feststellen können», sagt Generalsekretär Thomas Eggimann gegenüber dem «Sonntagsblick».

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. Juli 2020 10:27
aktualisiert: 19. Juli 2020 10:27