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Umwelt

Coop, Migros, Post & Co. wollen Stadtverkehr reduzieren

2. Mai 2021, 06:33 Uhr
Befindet sich im Migros-Lieferwagen künftig Coop-Ware? Das könnte sein, denn die grossen Unternehmen wollen zusammenspannen, damit es in der Stadt weniger Verkehr gibt.
Die Verkehrslage in den Städten könnte sich mit diesem Projekt etwas entspannen.

In den Schweizer Städten bahnt sich eine kleine Transportrevolution an. Statt dass jede Firma ihre eigenen Lieferwagen oder Kuriere auf die verstopften Strassen schickt, sollen künftig alle zusammenspannen. So jedenfalls sieht es das Konzept vor, mit dem ein Verbund von Unternehmen den Gütertransport in den Städten neu aufstellen und die Fahrzeuge effizienter nutzen will. «Wir können damit den Lieferverkehr um 30 und den Lärm um 50 Prozent reduzieren», sagt Initiant Peter Sutterlüti der «NZZ am Sonntag». Er ist überzeugt, dass dieses Ziel zu erreichen ist. 

Vorangetrieben wird das Projekt von Cargo sous terrain, einer Firma, in der Grössen wie Coop, Migros, Post, SBB, Credit Suisse, Swisscom, Mobiliar, Manor oder Möbel Pfister mitwirken. Unter ihrem Dach soll eine Organisation entstehen, in die alle Beteiligten eigene Fahrzeuge einbringen und über die sie dann zumindest einen Teil ihrer Lieferungen abwickeln. Die Ware kommt dabei in den Städten in grösseren City Hubs an, wird von dort an sechs bis zehn Mini Hubs weiter transportiert und von dort mit elektronischen Last- oder Lieferwagen, Rollen oder Cargo Bikes zu den Endkunden spediert. Gefahren wird mit dem Fahrzeug, das sich gerade am besten eignet – auch wenn es der Konkurrenz gehört. Die Städte erhoffen sich durch das neue Konzept «die stark zunehmenden Lieferwagenfahrten und –parkierungen zu reduzieren». 

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 2. Mai 2021 06:33
aktualisiert: 2. Mai 2021 06:33