Öffentlicher Verkehr

«Corona ist nur eine Phase»: SBB-Chef Ducrot

5. Juli 2020, 09:53 Uhr
SBB-Chef Durcort: «Nach dem Attentat in New York wollte niemand mehr mit dem Zug ins Ausland fahren. Anderthalb Jahre später waren wir wieder bei 100 Prozent.»
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Laut Vincent Ducrot, Chef der SBB, werden in drei Jahren wieder gleich viele Menschen Zug fahren wie vor der Coronapandemie – auch dank der Maskenpflicht.

(gb.) Ab Montag gilt im gesamten öffentlichen Verkehr eine Maskenpflicht. Für Vincent Ducrot, seit Mitte April Chef der SBB, ist das eher Segen als Fluch: «Viele Leute werden sich mit Maske wieder wohl fühlen im Zug», sagt er in einem Interview mit dem Sonntagsblick.

Ducrot geht davon aus, dass man genauso viele Passagiere gewinnen wie verlieren werde. «Corona ist nur eine Phase», so Ducrot. «In zwei, drei Jahren sind wir wieder bei hundert Prozent.» Der SBB-Chef erwartet für das langfristige Wachstum der Bundesbahnen deshalb keinen Rückgang, sondern bloss eine Verlangsamung.

Kein Stellenabbau, keine Preiserhöhung

Ducrot vergleicht die aktuelle Situation mit dem Angriff auf das World Trade Center in New York im Jahr 2001. Damals war Ducrot Chef des Fernverkehrs bei den SBB. «Nach dem Attentat in New York wollte niemand mehr mit dem Zug ins Ausland fahren. Anderthalb Jahre später waren wir wieder bei 100 Prozent.»

Um die Kredite des Bundes zurückzahlen zu können, wird der Konzern trotzdem sparen müssen. Ducrot will gemäss seinen Aussagen im Sonntagsblick Projekte verzögern und die Marketingausgaben drosseln. Den Personalbestand will er nicht antasten. «Es wird keinen Stellenabbau geben und für die nächsten zwei, drei Jahre bestimmt keine Preiserhöhung.»

Quelle: CH Media Video Unit
veröffentlicht: 5. Juli 2020 09:53
aktualisiert: 5. Juli 2020 09:53