Banken

Credit Suisse forciert Vermögensverwaltung

15. Dezember 2020, 08:25 Uhr
Credit Suisse will Vermögensverwaltung ausbauen und in Infrastruktur investieren. (Archivbild)
© KEYSTONE/WALTER BIERI
Die Credit Suisse will im Vermögensverwaltungsgeschäft vorwärts machen. Dazu soll kräftig in diejenigen Bereiche der Bank investiert werden, die Vermögensverwaltung anbieten.

Ziel ist es, die Marktposition auszubauen. Und auch in ihre Infrastruktur will die Grossbank weiter investieren.

Der jährliche Vorsteuergewinn in den Geschäftsbereichen mit Vermögensverwaltung solle von derzeit rund 4,0 Milliarden bis ins Jahr 2023 auf 5,0 bis 5,5 Milliarden steigen, teilte die Grossbank am Dienstag anlässlich ihres Investorentags mit. Das entspreche einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von rund 10 Prozent.

Kosten sollen die Initiativen im Bereich Vermögensverwaltung im kommenden Jahr 2021 rund 100 bis 150 Millionen Franken.

Trendwende im Asset Management ___

Mit einer «bedeutenden Trendwende» rechnet die Bank für 2021 im Asset Management. Dort will sie sich auf ihre «strategischen Prioritäten» konzentrieren und gleichzeitig ihre «marktführenden Geschäftsbereiche» ausbauen. Dabei solle der Fokus auf Nachhaltigkeit vertieft und beim Vertrieb verstärkt auf das Vermögensverwaltungsgeschäft gesetzt werden.

Der Fokus spiegelt sich auch in den Finanzzielen: So strebt die Grossbank als mittelfristiges Ziel eine Rendite auf dem regulatorischen Kapital von 20% bis 25% in den Vermögensverwaltungs-Geschäftsbereichen an (bisher 20 Prozent) und innerhalb dessen von über 40 Prozent im Asset Management.

Investmentbanking ausbauen ___

Schärfen will die CS den Fokus zudem beim Investmentbanking. So soll das Angebot von «Global Trading Solutions» (GTS) vorangetrieben werden. Gleichzeitig soll das Angebot erweitert und in das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen investiert werden. 2021 dürften die Initiativen rund 50 Millionen Franken kosten.

Weitere Kosten plant die Grossbank für die Weiterentwicklung der Infrastruktur. So sollen die IT-Plattformen weiter optimiert und in die Bereiche Cloud und Automatisierung investiert werden. Dies dürfte 2021 etwa 150 bis 200 Millionen Franken kosten.

Mittelfristiges Renditeziel von 10-12 Prozent bekräftigt ___

Die Kapitalziele für die erste Jahreshälfte 2021 setzt die Credit Suisse herauf: Die CET-1-Kapitalquote soll angesichts der anhaltenden Covid-19-Pandemie «mindestens 12,5 Prozent» betragen - offizielles Ziel ist «rund 12%». Das mittelfristige Ziel einer Rendite auf dem materiellen Eigenkapital (RoTE) von 10 bis 12 Prozent bestätigt die CS.

Die Bank wird nun zudem weitere Reserven für das Dividendenwachstum von mindestens 5 Prozent pro Jahr bilden, einschliesslich für eine Erhöhung der geplanten Dividende für 2020. Zudem bestätigt die Bank die Wiederaufnahme der Aktienrückkäufe im Jahr 2021 von bis zu 1,5 Milliarden Franken.

Quelle: sda
veröffentlicht: 15. Dezember 2020 08:25
aktualisiert: 15. Dezember 2020 08:25