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Fliegen

Darauf müssen sich Passagiere einstellen

24. Mai 2020, 07:52 Uhr
Flughäfen und Airlines machen sich für die Wiederaufnahme des Flugverkehrs bereit. Derzeit werden die nötigen Schutzmassnahmen ausgearbeitet. Ein 30-seitiges Papier zeigt nun, was die Passagiere in nächster Zeit auf einem Flug erwartet.
Corona wird das Fliegen langfristig verändern. (Archivbild)
© Keystone

Beim Papier, das der "SonntagsZeitung" vorliegt, handelt es sich um Richtlinien für ein Schutzkonzept, das die Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit (EASA) zusammen mit dem Europäischen Zentrum für Prävention und Kontrolle von Krankheiten erarbeitet hat.

Es enthält einschneidende Massnahmen, die das Fliegen langfristig verändern werden. Die wichtigsten Änderungen sind hier kurz dargestellt. Wichtig: Das sind Vorschläge der EASA, die nicht verbindlich sind. Das heisst, nicht alle genannten Massnahmen werden in der Schweiz, beispielsweise am Flughafen Zürich, auch tatsächlich umgesetzt.

Vor dem Start

Einfache Annullierung: Mit Arztzeugnis soll die Möglichkeit bestehen, Flüge bis sechs Stunden vor Start annullieren zu können

Personenbeschränkung: Der Zugang zu den Terminals soll eingeschränkt werden. Begleitpersonen wären nur noch in Ausnahmefällen erlaubt.

Normales Gepäck: Das Verstauen des Handgepäcks braucht Zeit. Das ist schlecht. Airlines sollen deshalb zum Aufgabegepäck zurückkehren.

Masken: Es soll am Terminal eine Maskenpflicht herrschen.

Fiebermessen: Wer über 38 Grad Fieber hat, wird weiteren Tests unterzogen und es besteht die Möglichkeit, dass der Zugang zum Flugzeug verwehrt bleibt.

Während des Flugs

Aufstehen: Das Anstehen vor der Toilette und das «Beinevertreten» soll untersagt werden.

Verkauf: Der Verkauf von Dutyfree-Produkten dürfte der Vergangenheit angehören.

Konsum: Das Essen und Trinken soll nur noch verpackt verteilt werden. Easyjet wird in nächster Zeit ganz auf die Abgabe von Getränken und Speisen verzichten.

Maskenpflicht: Auch nach dem Terminal soll eine Maskenpflicht herrschen. Zudem sollen die Passagiere auf Langstreckenflüge mehrere Masken mitnehmen, da sie nach vier Stunden gewechselt werden müssen.

Hygienekits: Masken, Handschuhe und Desinfektionsmaterial soll von den Airlines in kleinen Packages abgegeben werden.

Nach dem Flug

Gruppierung: Das Aussteigen wird verlangsamt, um die nötigen Abstände einhalten zu können.

Abholen: Nur eine Person ist als Abholer in der Ankunftshalle erlaubt. Am besten wird gar im Auto oder im Parkhaus gewartet.

Gemäss der «SonntagsZeitung» seien die Konsequenzen dieser Massnahmen noch nicht ganz klar. Vorstellbar sei aber beispielsweise, dass Personen, die sich nicht an die Massnahmen halten nicht ins Terminal oder ins Flugzeug gelassen werden. Oder aber, wenn sich eine Person den Weisungen während des Flugs widersetzt, eine Zwischenlandung notwendig und die Person der Polizei übergeben wird.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 24. Mai 2020 07:49
aktualisiert: 24. Mai 2020 07:52