Tödliche Schüsse

Das kommt auf den Aargauer Polizisten zu

19. November 2020, 06:08 Uhr
Als am Montag ein 68-Jähriger in Suhr (AG) mit dem Messer auf Polizisten losging, feuerte ein Aargauer Kantonspolizist mehrere Schüsse ab und verletzte den Mann tödlich. Gegen den Polizisten wurde nun ein Verfahren eingeleitet. Was dies bedeutet, erklärt ein Anwalt.

Quelle: TeleM1

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Markus Leimbacher ist seit 32 Jahren Anwalt und hat häufig Polizisten verteidigt. Er erläutert, was das Verfahren für den Kantonspolizisten bedeutet: «Der Kantonspolizist wird gleich behandelt wie jeder andere Beschuldigte.» Insbesondere werde geprüft, ob es sich bei der Situation um eine Notwehrsituation gehandelt habe. Falls ja, stellt sich die Frage, ob der Polizist adäquat reagiert hat. «Dies ist die Hauptfrage, die die Staatsanwaltschaft und Polizei prüfen muss.» Gegen den Beamten wurde ein Verfahren wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet.

Was bisher geschah

Am Montagabend um 22.15 Uhr ging demnach bei der Kantonspolizei Aargau die Meldung ein, der 68-jährige Schweizer in Suhr sei mit einem Messer bewaffnet und drohe damit, sich das Leben zu nehmen (PilatusToday berichtete). Die Polizisten – zwei Beamte der Regionalpolizei und zwei der Kantonspolizei – fanden den Mann in der Nähe seines Wohnhauses.

Gemäss ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den Polizisten und dem 68-Jährigen. Dann sei der Mann mit einem Messer bewaffnet auf die Polizisten zugegangen. Ein Kantonspolizist habe darauf fünf Schüsse abgefeuert. Die Polizisten und eine Ambulanzbesatzung hätten versucht, den 68-Jährigen zu reanimieren. Dennoch sei er vor Ort gestorben.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 19. November 2020 06:00
aktualisiert: 19. November 2020 06:08