Laufschuhe

Das sagen die On-Chefs über ihre Millionen-Löhne

13. Mai 2022, 13:58 Uhr
Die Aufregung war gross: Trotz sinkendem Aktienkurs liess sich das On-Management gut 80 Millionen Franken auszahlen. Nun haben zwei Manager bei «Gredig direkt» die Summe erklärt.

Die fünf Chefs der Schweizer Laufschuhfirma On haben im April für Aufsehen gesorgt. Grund waren ihre Mega-Löhne von 16,5 Millionen Franken – pro Kopf. Total zahlen sie sich also über 80 Millionen Franken aus. Der Umsatz stieg im letzten Jahr zwar um 70 Prozent auf fast 725 Millionen Franken. Aber unter dem Strich resultierte ein Verlust von 170 Millionen Franken.

Das SRF lud nun die beiden Co-CEOs David Allemann und Marc Maurer in die Sendung «Gredig direkt» ein. In der Sendung gehts unter anderem um die Anfänge der Firma, wie sie mit der Produktion in Vietnam durch Corona gekommen sind, den PR-Coup mit Roger Federer und den Börsengang in New York. Und natürlich auch um die Entlöhnung des Managements.

Grosser Teil des Lohns sind Aktien

2010 hätten die Gründer ihr gesamtes Vermögen in die Firma gesteckt, erzählt David Allemann in der Sendung. Heute sei ein grosser Teil des 16,5-Millionen-Lohns noch immer Aktien, die im Unternehmen bleiben. Allemann sagt, dies sei nicht mit Manager-Löhnen zu vergleichen, sondern eine Beteiligung an der Firma.

Co-CEO Maurer spricht davon, dass die Berichterstattung in den USA viel positiver war. Schweizerinnen und Schweizer hingegen schauen kritischer auf das Unternehmen und den Erfolg von On. Hier deuten sie auch auf die Berichterstattung über die Millionen-Löhne hin. Ausserdem hätten die Aktionäre entschieden, wie viel sich die Gründer auszahlen werden.

Dieses Jahr gibts nochmals den gleichen Lohn

Und wie siehts in Zukunft mit dem Lohn aus? Konkret wollten die beiden Mitgründer diese Frage im SRF nicht beantworten. Dieses Jahr ändere sich vorerst nichts, da dieses Jahr noch dem gleichen Programm unterliege. 2023 wird dies geändert, nach einer Abstimmung soll es dann andere Beträge geben für die fünf Chefs.

(log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 13. Mai 2022 14:03
aktualisiert: 13. Mai 2022 14:03
Anzeige